Gastronomie an Rhein und Ruhr: 600 Azubis gesucht
Das Personal wird knapp. Deshalb suchen Gastronomiebetreibe an Rhein und Ruhr händeringend Azubis. Voraussetzung ist, dass sich die jungen Menschen wirklich für die Arbeit interessieren. Doch das allein reicht nicht: Die Arbeit ist hart und man muss einiges aushalten können.
Allein im Ruhrgebiet fehlen geschätzt 600 Auszubildende in Küche, Restaurant und Hotellerie. Doch die Ausbilder lassen immer häufig Stellen unbesetzt. Der Grund: Es fehlt ihnen an qualifizierten Bewerbern. Dabei könnte man annehmen, dass die Schlüsselqualifikation recht einfach zu erbringen ist: Man muss sich wirklich für den Beruf interessieren.
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In der Gastronomie an Rhein und ruhr fehlen viele Auszubildende
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In der Gastronomie an Rhein und ruhr fehlen viele Auszubildende
Plätze bleiben immer häufiger frei
Doch das ist nicht so. Viele Bewerbungen, beklagen die Gastronomieunternehmer immer häufiger, stammen von jungen Menschen, die sich nicht informiert haben über den Beruf und damit signalisieren, dass sie sich eher aus Verlegenheit, weil ihnen sonst nichts einfällt, beworben haben.
Dickes Fell ist gefragt
Gerade in der Gastronomie ist das ein Grund, die Bewerbung sofort auszusortieren. Denn viele Auszubildende brechen die Lehre ab, weil sie mit den harten Arbeitsbedingungen nicht zurecht kommen. Und das auch, wenn die Gastronomie eigentlich der Traumberuf war. Man muss also ein dickes Fell haben und hart im Nehmen sein. Konkret: Man muss auch als Azubi regelmäßig am Wochenende arbeiten und das gerne auch bis 22.00 Uhr oder länger.
Übernahme und Perspektive häufig sicher
Steht man das aber durch, ist die Übernahme häufig sicher. Denn hinter dem Hilferuf der Gastronomie nach Auszubildenden stehen erschreckende Zahlen:
- 50 Prozent der Jugendliche brechen die Lehre ab,
- noch einmal 20 Prozent fallen nach Auskunft der Gewerkschaft "Nahrung, Genuss, Gaststätten" bei den Prüfungen durch.
- Von 100 Auszubildenden bleiben also nur 30 übrig.
Da Restaurants und Hotels aber meist für den eigenen Bedarf ausbilden, bedeutet das eine riesige Lücke an Fachkräften, die im Hotel- und Gaststättengewerbe aufreißt. Der Bedarf kann beim Nachwuchs nicht gedeckt werden.
Augen auf bei der Wahl des Lehrbetriebs
Im Videobeitrag von Carmen Krafft-Dahlhoff warnt Gewerkschafter Helge Adolphs junge Menschen, die eine Ausbildung in der Gastronomie beginnen wollen: Die hohen Durchfallquoten führt er nicht auf die Lehrlinge, sondern auf Betriebe zurück, die die ihnen anvertrauten Jugendlichen nicht ausreichend auf die Prüfungen vorbereitet, kurz: schlecht ausgebildet haben. Deshalb: Wer sich für die Gastronomie interessiert, hat hier große Aufstiegs- und Entwicklungschancen. Aber Bewerber müssen darauf achten, dass die Ausbildung auch gut von Seiten des Unternehmens gut durchgeführt wird, zum Beispiel der Ausbildungsrahmenplan eingehalten wird. Damit es später mit dem Berufsleben auch wirklich klappt.
Stand: 08.06.2012, 14.17 Uhr
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