WDR 2 MonTalk Vom bösen Ingo zum Wahlmann Appelt

Sein Bühnenprogramm war böse und überschritt oft Grenzen. Irgendwann war das zu viel fürs Publikum. Ingo Appelt musste eine Zwangspause einlegen und ist jetzt zurück. Gereifter aber noch immer frech und komisch.

Ingo Appelt mit Sohn im Interview Video Ingo Appelt im Interview (30.06.2012) (05:08 Min.)

Ingo Appelt im Interview (30.06.2012)


"Wenn Frauen verlernt haben, den unerschütterlichen Glauben an sich selbst in Worte zu fassen, dann muss ich das eben für sie mitmachen." Mit diesen Worten kündigt Ingo Appelt sein aktuelles Programm "Frauen sind Göttinnen" an. Ganz neue Töne vom einstigen Schreck der Comedybühne. Er arbeitet sich ab am Kampf der Geschlechter und den Vorurteilen gegenüber Frauen. Im Sommer tourt er auch durch NRW.


MonTalk-Gast Ingo Appelt

Grenzüberschreitung als Stilmittel


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Ende der 1990er Jahre zählt Ingo Appelt zu den bekanntesten deutschen Komikern. Er trat regelmäßig im Fernsehen auf und bekam auf Pro Sieben seine eigene Show. Als er Kinderpuppen wie Fußbälle über die Bühne schoss, wurde die Sendung abgesetzt. Und um Appelt wurde es still. Erst nach und nach kämpfte er sich auf die Bühne zurück und bewies, dass er auch ohne Grenzüberschreitung einen Saal zum Lachen bringen kann.

Mitglied der Bundesversammlung 2012

Auch persönlich ist Ingo Appelt reifer geworden. Der Vater von drei Kindern engagiert sich in seiner Wahlheimat Overath für die SPD und wählte 2012 als Mitglied der Bundesversammlung den Bundespräsidenten. Im WDR 2 MonTalk hat Gisela Steinhauer mit Ingo Appelt über seine Achterbahn-Karriere gesprochen und über die Frage, warum er schon als junger Maschinenschlosser politisch aktiv war.

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Biografie Ingo Appelt

Ingo Appelt wurde am 20. April 1967 in Essen geboren. Er ließ sich zum Maschinenschlosser ausbilden und trat nebenbei als Kabarettist auf. 1989 stand er bei der Jugendkonferenz der IG Metall zum ersten Mal auf der Bühne.

1993 begann Appelt vom Kabarett zu leben. Er gehörte in den 1990er Jahren zu den jungen wilden Comedians, die die deutsche Komikerszene veränderten. er immitierte Scharping, Kohl, Schröder oder Grönemeyer. Seine Fans liebten ihn dafür.Nach dem Hoch kam das Aus: im Jahr 2000 wurde seine Fernsehshow abgesetzt. Ingo Appelt tauchte kaum noch auf dem Bildschirm auf. Erst langsam kämpfte er sich in die Öffentlichkeit zurück.

Ingo Appelt lebt heute in Overrath. Er engagiert sich für die SPD und war einer der NRW-Wahlmänner bei der Wahl zum Bundespräsidenten 2012.