Weltreise In 365 Tagen um die Welt

Von Linda Staude

Eine Weltreise ist nichts für Last-Minute-Bucher. Wer lange von zu Hause weg will, braucht auch einen langen Vorlauf: Zum Sparen, zum Sammeln von Informationen über die Reiseländer, zum Ordnen der Angelegenheiten zu Hause und und und. Im Internet gibt es zahlreiche Checklisten für Weltreisende, die mindestens ein Jahr Vorbereitungszeit vorsehen.


Ein Junge steht mit einem Hund auf einer überdimensionalen Weltkarte.
Bild 1 vergrößern +

Sprachen

Den deutschsprachigen Reiseleiter, der alle Probleme aus dem Weg räumen kann, ist etwas für Pauschaltouristen. Wer abseits der ausgetretenen Pfade reisen will, sollte Fremdsprachen lernen oder auffrischen. Englisch ist ein Muss. Aber z.B. eine Rundreise durch Mittel- und Südamerika anzutreten, ohne ein Wort spanisch oder portugiesisch zu beherrschen, ist vermutlich keine gute Idee.

Impfungen

Vorsorge gegen Gelbfieber, Hepatitis oder Tetanus, Polio und Diphtherie kostet Zeit. Je nach Impfung werden drei Spritzen im Abstand von mehreren Wochen oder Monaten fällig. Auch hier heißt es also: Zeitig vor dem Abflug beginnen. Direkt vor der Abreise sollte man auch noch einen Check-Up beim Haus- und Zahnarzt einplanen. Denn eine vereiterte Zahnwurzel ruiniert den Spaß am Treck durch Dschungel oder Wüste ganz schnell. Und ganz wichtig: Eine Krankenversicherung abschließen, die auch einen längeren Aufenthalt im Ausland abdeckt.

Reiseroute

Einen Trip durch die abgelegenen Regionen der Erde kann man sicherlich im voraus nicht bis ins letzte Detail planen. Schließlich macht die Zeit, die man sich für Land und Leute nehmen kann, einen großen Teil des Reizes aus. Aber grob sollte man die Route schon festlegen. Zum einen ist es sinnvoll, Flugverbindungen rechtzeitig zu checken und eventuell sogar schon günstige oder schwer erhältliche Tickets zu buchen. Zum anderen müssen für einige Länder etwa in Asien oder Afrika auch bereits vor der Einreise Visa beantragt werden. Und das kann dauern. Auch ein rechtzeitiger Blick in den Reisepass ist ratsam, ob der noch genügen freien Platz für Visa und Stempel bietet und länger gültig ist als sechs Monate nach der geplanten Rückkehr.

Reisekasse

Für Weltreisende sind da die Regeln nicht viel anders als für Kurzurlauber: Etwas Bargeld, die EC- bzw. Girokarte und mindestens zwei Kreditkarten der beiden größten Anbieter. Es empfiehlt sich die Karte einer Bank, die kostenlose Bargeldbeschaffung weltweit anbieten. Da der Geldbedarf auf einer langen Reise deutlich höher ist als bei zwei Wochen Strandurlaub: Unbedingt das Limit der Karten erhöhen lassen und die Bank über die geplante Reise informieren, damit die die Karte nicht wegen unerwarteter Abbuchungen aus den hintersten Ecken der Welt sperren lässt. Wichtig auch: Unbedingt die internationalen Nummern mitnehmen, unter denen man die Karten bei Diebstahl selbst sperren lassen kann.

Chaos zu Hause vermeiden

Wer ein Jahr von zu Hause weg ist, braucht einen guten Freund oder ein Familienmitglied, um die Stellung zu halten. Jemand muss wichtige Post in Empfang nehmen, sich um unerwartete Probleme kümmern, in Notfällen helfen und Kontakt zum Reisenden halten. Für den Umgang mit Behörden oder der Bank braucht der Daheimgebliebene Vollmachten, für die Kommunikation mit dem Weltenbummler zumindest eine Mailadresse und/oder einen Anschluss für das billige Telefonieren im Internet.

Eine gute Rückkehr

Je besser die Dinge vor der Abreise organisiert sind, desto einfacher wird der Wiedereinstieg ins gewohnte Leben. Wer z.B. die Wohnung gut untervermietet oder die eigenen Sachen in der Abwesenheit sorgfältig beschriftet eingelagert hat, bekommt kaum Schwierigkeiten beim Wiedereinzug oder beim Auspacken. Und wer auch aus der Ferne Kontakt mit Freunden und Bekannten gehalten hat, braucht nach der Rückkehr das gute Verhältnis nicht mühsam wieder aufbauen oder sich neue suchen.

Audios


Stand: 06.10.2011, 09.00 Uhr