WDR 2 Gespräch mit Grünen-Politikerin Bärbel Höhn "Mit Steinbrück kann man arbeiten"

Peer Steinbrück soll Kanzlerkandidat der SPD werden. Grünen-Politikerin Bärbel Höhn war unter dem früheren NRW-Regierungschef Umweltministerin. Im WDR 2 Gespräch bescheinigt sie Steinbrück gute Voraussetzungen.


Bärbel Höhn
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Zu Steinbrücks Vorzügen gehöre es, dass er aus Niederlagen lerne, sich gut anpassen könne und pragmatisch sei, sagte Bärbel Höhn bei WDR 2. "Das sind schon ganz gute Voraussetzungen", meinte sie.

Nachteil Arroganz

Die Grünen-Politikerin kann auch mit den analytischen Fähigkeiten und dem norddeutschen Humor des ehemaligen Bundesfinanzministers "etwas anfangen". Dem einen oder anderen erscheine Steinbrück möglicherweise etwas arrogant - "aber gut, jeder hat ja irgendwelche Nachteile", stellte Höhn fest.

Zwei Welten

In der früheren NRW-Landesregierung gerieten Steinbrück und Höhn öfter mal einander. "Aber ein Herr Steinbrück hier in Berlin ist ganz anders Steinbrück in Düsseldorf, das ist nicht vergleichbar", ist Höhn überzeugt. Die Grünen seien damals nur für die Stimmen gut gewesen, die die SPD brauchte - "ohne dass uns irgendwas gegönnt wurde, noch nicht mal das Schwarze unter dem Fingernagel". Höhn stellte klar, dass die Grünen im Bund eine Koalition mit der SPD anstreben.

Schlimmer als damals geht's nicht

Dennoch wolle sich ihre Partei nicht einmischen, was das Führungspersonal der SPD angeht. Aber, so fügte sie hinzu: "Ich habe eine schwere Lehre gehabt in Düsseldorf, und schlimmer kann es hier gar nicht kommen".

Erinnerung an "Düsseldorfer Signal"

Grundsätzlich geht Höhn davon aus, dass die Grünen "ganz gut" mit Steinbrück zusammenarbeiten können. Das habe sich auch nach dem "Düsseldorfer Signal" gezeigt. Mit dem Papier war 2003 eine Koalitionskrise zwischen SPD und Grünen in Düsseldorf zu Ende gegangen.


Stand: 28.09.2012, 14.30 Uhr