Haftstrafe für Berlusconi: Politiker bleiben
Nach seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen Steuerbetrugs hat der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi angekündigt, in der Politik bleiben zu wollen.
Ein Gericht in Mailand hatte Berlusconi am Freitag zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Anschließend reduzierte das Gericht die Strafe wegen einer Regelung zum Straferlass aus dem Jahr 2006 auf ein Jahr.

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Zu vier Jahren Haft verurteilt, von denen nur eines übrigbleibt : Silvio Berlusconi
Berlusconi will "Justizwesen reformieren"
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- Audio: Berlusconi: Historische Verurteilung spaltet Italien (27.10.2012) Tilmann Kleinjung, WDR 2 Morgenmagazin
- Audio: Berlusconi in erster Instanz zu Gefängnisstrafe verurteilt (26.10.2012) Stefan Troendle / Annette Wieners, WDR 2 Der Tag
"Ich fühle mich verpflichtet, dabei zu bleiben, um das Justizwesen zu reformieren", sagte der 76-jährige Medienunternehmer am Samstag (27.10.2012) in einem seiner Fernsehsender. Das Urteil werde "Konsequenzen" haben. Während Anhänger seiner Partei PdL (Volk der Freiheit) dies als Ankündigung einer Rückkehr als ihr Spitzenkandidat ansahen, meinten Gegner Berlusconis, er erzähle heute dies und morgen jenes. Berlusconi bekräftigte später, dass er nicht antreten werde.
Anwälte wollen in Berufung gehen
In dem Prozess ging es um Preismanipulationen in Berlusconis Konzern Mediaset. Berlusconi wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren die Ausübung öffentlicher Ämter untersagt. Die Anwälte des Ex-Ministerpräsidenten kündigten unmittelbar nach dem Urteilsspruch an, in Berufung zu gehen.
Stand: 27.10.2012, 16.35 Uhr
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