Dynamopflicht soll abgeschafft werden: Aus und vorbei?
Die Dynamopflicht für Fahrräder steht auf der Kippe. Das Bundesverkehrsministerium prüft die Abschaffung der seit den 1970er Jahren gültigen Regelung. Eine Entscheidung soll noch im Frühjahr fallen, wie auf Anfrage bestätigt wurde.

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Ein Fahrraddynamo
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- Audio: Moderne Nabendynamos sind sicherer als Batterielampen meint ADFC-Pressesprecher (03.01.2013) Thomas Rommelspacher / Stefan Vogt, WDR 2 Mittagsmagazin
Eine Sprecherin von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bestätigte, dass derzeit eine Änderung der "lichttechnischen Vorschriften" in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) erarbeitet werde, die "mindestens das jetzige Sicherheitsniveau erhält, aber den aktuellen Stand der Technik berücksichtigt".
ADFC ist für Dynamos
"Wir sehen nicht, dass das gleiche hohe Sicherheitsniveau einer Dynamobeleuchtung durch Batterien oder Akkus erreicht werden kann", so der Sprecher des ADFC in NRW, Thomas Rommelspacher. Moderne Fahradbeleuchtung habe mittlerweile einen Kondensator, der für mehrere Minuten das Lichte speichere, so Rommelspacher. Auch wenn man im Dunkeln an einer roten Ampel stünde, bliebe das Licht an. Die Wartungsintensität bei Batterien und Akkus sei zudem eine erheblich höhere, betonte der ADFC-Sprecher weiter." Batterien müssten nicht mehr gewechselt und Akkus nicht ständig aufgeladen werden."
Bußgeld von 15,00 Euro
Hintergrund ist, dass viele Radfahrer immer häufiger leicht handhabbare Batterieleuchten verwenden. Wer damit jedoch erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 15 Euro rechnen.
An den Stand der Technik anpassen
Demnach sieht auch der Anfang des Jahres in Kraft getretene "Nationale Radverkehrsplan 2020" vor, die Vorschriften für Fahrräder mit Blick auf die Beleuchtung "an den Stand der Technik" anzupassen. In der Diskussion ist zudem, für Kinderfahrräder die Dynamopflicht beizubehalten. Denn Kinder würden schneller vergessen, das Batterielicht ans Rad zu stecken.
Stand: 03.01.2013, 09.19 Uhr
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