WDR 2 Klartext zu Kevin Pezzoni: Ganz falsches Signal
Im Umgang mit der psychischen Gewalt gegen Spieler Pezzoni hat der Vorstand des 1. FC Köln die Note sechs verdient. Die Vertragsauflösung des Fußballers ist eine Bankrotterklärung, meint Jochen Hilgers im WDR 2 Klartext.

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Der 1. FC Köln im Umgang mit der Gewalt gegen Spieler Kevin Pezzoni in der Kritik: Werner Spinner, FC Präsident, und Kevin Pezzoni, Spieler
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- Audio: WDR 2 Klartext: Falsches Signal des FC-Vorstandes im Umgang mit Kevin Pezzoni (03.09.2012) Jochen Hilgers, WDR 2 Morgenmagazin
Der Vorstand des 1. FC Köln um Präsident Werner Spinner ist erst wenige Monate im Amt. Trotzdem hat er jetzt schon die Note sechs, setzen verdient. Wie der Verein mit einem seiner Angestellten, nämlich Kevin Pezzoni, umgegangen ist, das hat mit Fürsorgepflicht nicht das Geringste zu tun.
Der 23-Jährige und seine Freundin werden von Fußball- Gewalttätern bedroht und was fällt dem Präsidium, darunter der Ex- Profi Toni Schumacher ein? Pezzonis Vertrag wird aufgelöst. Eine Bankrotterklärung erster Güte und das falscheste Signal, das man setzten kann. Der Fall gehört zur Polizei und dem Spieler müsste jede mögliche Unterstützung garantiert werden.
Dazu hätte man sich eindeutig zu Pezzoni bekennen müssen. Das wäre der richtige Weg gewesen. Was der FC dagegen getan hat, lässt sich in seiner ganzen Dimension und seinen Auswirkungen für die Zukunft nicht einmal erahnen. Es ist die totale Resignation vor der Gewalt. Wie soll die Mannschaft damit umgehen, wenn jedem jetzt die Angst vor dem Fehlpass im Nacken sitzt?
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- Audio: Fall Pezzoni: Was können Vereine gegen die Hetze tun? (04.09.2012) Annette Wieners / Kerstin von Kalkreuth, WDR 2 Mittagsmagazin
- Audio: Fall Pezzoni: Polizeigewerkschaft kritisiert 1. FC Köln (03.09.2012) Jochen Hilgers, WDR 2 Der Tag
Der Verein hat sich erpressbar gemacht und damit dem bezahlten Fußball ein denkbar schlechtes Beispiel gegeben. Borussia Dortmund zeigt dagegen derzeit in einem anderen Fall, wie man es richtig macht. Der Verein geht knallhart gegen Rechtsextremisten in der Fanszene vor. Und Trainer Klopp sagt zu dem Pezzoni-Skandal das einzig Richtige. Das sei nämlich das Schlimmste, was bisher passiert sei. Diesen Satz hätte ich mir von FC-Präsident Werner Spinner oder seinem Vize Toni Schumacher gewünscht. Beide waren dazu nicht in der Lage.
Stand: 03.09.2012, 06.00 Uhr
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