Bildungsministerin Löhrmann im Interview "Gemeinsame Standards sind notwenig"

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hat die Einführung einheitlicher Bildungsstandards für das Abitur begrüßt. Im Gespräch bei WDR 2 sagte sie allerdings, dass das Projekt gut vorbereitet werden müsse.


NRW-Schulministerin bei der diesjährigen Schuljahresauftaktpressekonferenz, in Düsseldorf (17.08.2012)
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NRW-Schulministerin bei der diesjährigen Schuljahresauftaktpressekonferenz, in Düsseldorf (17.08.2012)


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Die Kultusminister der Länder haben sich auf einheitliche Leistungsanforderungen für das Abitur in vier Kernfächern geeinigt, um dieses vergleichbarer zu machen. "Genau das war das Ziel", sagte NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) im WDR 2 Interview. "Das Abitur soll in ganz Deutschland vom Schwierigkeitsgrad gleich sein." Um die Vergleichbarkeit bei der Abiturprüfung in ganz Deutschland zu gewährleisten, seien gemeinsame Standards notwendig. Auf die Frage, ob sich Bayern mit ihrem Abitur, dass allgemeinhin als "besser" gilt, vom Niveau nach "unten" orientieren wollen, antwortete Löhrmann: "Es sind anspruchsvolle Aufgaben, und alle Kultusminister von Nord nach Süd waren damit zufrieden und finden das einen richtigen Schritt."

"Es kommt auf die gleichen Anforderungen an"

Auf die Frage, ob das Abitur in NRW jetzt schwieriger würde, antwortete Löhrmann: "Das glaube ich eigentlich nicht." Es seien bisher keine nennenswerten Unterschiede festgestellt worden. Ein komplett einheitliches Abitur lehnt die Ministerin indessen ab. "Es kommt doch nicht darauf an, dass es die wortgleiche Aufgabe oder der wortgleiche Text ist, sondern, dass die gleichen Anforderungen gestellt sind." Entscheiden sei die "Vergleichbarkeit", so Löhrmann. Ansonsten müsste man ja auch in ganz Deutschland am gleichen Tag die Aufgaben stellen, "und das hätte zur Folge, dass wir einheitliche Ferien in ganz Deutschland hätten. Ich glaube, das will niemand. Außerdem ist es auch ein logistisches Problem."

NRW will vorbereitet sein

Anders als andere Bundesländer plädiert Löhrmann dafür, den Plan erst 2017 umzusetzen. "Weil ich im Konzert der meisten Bundesländer bleiben - und ich möchte es auch ordentlich vorbereiten", so Lörhmann in der Sendung "Zwischen Rhein und Weser".

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Stand: 19.10.2012, 18.34 Uhr