Ermittlungen führen in Rocker-Szene Verbindungen zwischen NSU und Rockern?

In der NSU-Affäre führen Hinweise ins Berliner Rocker-Milieu - und werfen Fragen auf. Wie eng sind Neonazis und Rocker-Banden verbunden? Eine DNA-Spur aus dem letzten Versteck der Terrorzelle NSU wirft neue Fragen auf. Wieder sind die Behörden in Berlin gefordert.

Eine DNA-Spur, die nach einer Schießerei vor dem Clubhaus der Bandidos in Berlin-Wedding am 5. Juli gefunden wurde, stimmt zumindest teilweise mit einer Spur aus dem letzten Versteck der NSU-Terrorzelle in Zwickau überein, wie eine Nachrichtenagentur aus Sicherheitskreisen erfuhr.


Bundesanwaltschaft bestätigte den Fall


Die Bundesanwaltschaft bestätigte den Fall am Samstag (22.09.2012). Allerdings hätten die bisherigen Ermittlungen "keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Verbindungen" zwischen den Rechtsterroristen und dem Rockermilieu ergeben. Unterdessen gibt es nach dpa-Informationen auch eine DNA-Spur nach Brandenburg.

Überschneidungen zwischen den Szenen bekannt


Bei der Schießerei im Juli waren zwei Bandidos verletzt worden, die Täter konnten entkommen. Als Hintergrund werden heftige Machtkämpfe zwischen Bandidos und Hells Angels vermutet. Beamte stellten eine Patronenhülse mit DNA-Material sicher.


Stand: 22.09.2012, 17.13 Uhr