WDR 2 Stichwort zu Gabriels Rentenkonzept Rente mit 67 light?

Von Uwe Möller

SPD-Chef Sigmar Gabriel ist mit einem neuen Rentenkonzept an die Öffentlichkeit gegangen. Darin stellt er unter anderem die Rente mit 67 in Frage. Wir stellen das Konzept vor.


Sigmar Gabriel
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Will der vorgeschlagenen Zuschussrente mit einer Solidarrente entgegenkommen: Sigmar Gabriel (SPD)


Freitag, der 9. März 2007. Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz, das auch heute wieder für Schlagzeilen sorgt: die Rente mit 67. Alle, die 1955 oder später geboren sind, können demnach nicht mehr mit 65 ihre Altersrente in Anspruch nehmen, sondern müssen länger darauf warten. Dem Gesetz haben damals sowohl die CDU als auch die Mehrheit der SPD-Abgeordneten zugestimmt.

Seitdem hat die SPD Ärger mit den Gewerkschaften, die das Konzept ablehnen. Die neuen Vorschläge von Gabriel sollen die Rente mit 67 abmildern. Wer 45 Versicherungsjahre nachweisen kann, soll künftig nicht nur weiterhin mit 65 in den Ruhestand gehen können, sondern sogar vorher – Hauptsache, er hat 45 Jahre auf dem Rentenkonto. Dazu zählen nicht nur die Jahre, in denen er aktiv in die Rentenkasse eingezahlt hat, sondern auch Ausbildungszeiten und Zeiten der Kindererziehung werden teilweise angerechnet. 

Nutznießer der Gabriel-Idee könnten vor allem Beschäftigte mit Lehrberufen sein, denn die können oft 45 Jahre vorweisen, bevor sie 65 werden. Billig wird das Ganze aber nicht: Über fünf Milliarden kostet diese Abmilderung der Rente mit 67 – so wird geschätzt.

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Stand: 25.09.2012, 10.08 Uhr