Granateneinschlag in der Türkei Keine Ruhe im Grenzgebiet

Heftige Bürgerkriegsgefechte im syrischen Grenzgebiet zur Türkei stellen die angespannten Beziehungen zwischen Damaskus und Ankara auf eine harte Probe. Als Reaktion auf weitere Granateneinschläge auf türkischem Boden feuerte die Armee wieder zurück.


Ein Militärfahrzeug patrouilliert an der türkisch-syrischen Grenze in der Nähe von Antakya
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Brisante Lage im Grenzgebiet Syrien und Türkei: Ein Militärfahrzeug patrouilliert in der Nähe von Antakya

Türkei gerät in Strudel des Bürgerkriegs


Die Türkei droht immer mehr in den Strudel des Bürgerkriegs im benachbarten Syrien hineingerissen zu werden. Am Wochenende wurde der fragile Frieden zwischen den beiden Ländern erneut auf die Probe gestellt, als mehrere Granaten auf türkischem Boden einschlugen. Die Armee des Nato-Mitglieds feuerte zurück. Am Sonntag schien sich die Lage zu beruhigen, bis am Nachmittag erneut türkische Geschosse in Syrien niedergingen.

"Anlass zu zusätzlicher Sorge"


Die internationalen Partner sind besorgt. US-Verteidigungsminister Leon Panetta sagte nach Angaben eines US-Senders bei einem Besuch in Peru, die jüngsten Artillerieduelle gäben "Anlass zu zusätzlicher Sorge, dass sich dieser Konflikt ausweitet".

Lage ist explosiv

Offiziell werteten die türkischen Behörden den Vorfall nicht als Angriff auf ihr Land. Dennoch warnte Außenminister Ahmet Davutoglu: "Jeder künftige Angriff auf die Türkei - von woher auch immer - wird zum Schweigen gebracht." Eine türkische Zeitung zitierte ihn am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe mit der Forderung nach einer Übergangsregierung in Syrien ohne Assad. Der Vize des syrischen Präsidenten, Faruk al-Scharaa, solle übernehmen, sagte er.


Stand: 07.10.2012, 16.21 Uhr