Friedensnobelpreis geht an die EU: "Unverhofftes Geschenk"
Die Überraschung war groß, als am Freitag (12.10.2012) bekanntgegeben wurde, dass der diesjährige Friedensnobelpreis an die EU geht. Die Reaktionen fallen allerdings unterschiedlich aus. Eine eindeutige Meinung hat Günter Verheugen.
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- Audio: Ex-EU-Kommissar Verheugen zum Friedensnobelpreis an die EU: Ein Geschenk, das wir verdient haben (13.10.2012) Günter Verheugen/ Uwe Schulz, WDR 2 am Samstag
"Ich freue mich wirklich", sagte der ehemalige EU-Kommissar in WDR 2 am Samstag zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU. "Der Preis ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Erinnerung und Mahnung." In den Auftrag der EU – Frieden schaffen und Wohlstand für alle - habe er großes Vertrauen. Bei allen Schwierigkeiten, die es in der EU derzeit gebe, müsse man sich bewusst machen, was für ein großes Geschenk es sei, dass die Menschen in der EU seit einer sehr langen Periode in Frieden leben dürften.

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Der SPD-Politiker und ehemalige EU-Kommissar Verheugen
"Wir haben eine Aufgabe"
Der Friedensnobelpreis würdigt in erster Linie die Bemühungen der EU im Inneren, doch ist die EU auch eine Friedensmacht in der Welt? "Das sollte sie zumindest sein", meinte Günter Verheugen."Und das ist eine der Botschaften, die in dieser Preisverleihung stecken: dass wir eine Aufgabe haben in der Welt von heute und in der Welt von morgen." Ziel müsse es sein, dass Elend, Armut, Verfolgung und Unterdrückung beendet werden - dazu müsse das Werk der europäischen Einigung fortgesetzt werden.
Jüngere Generation macht Mut
Seine Tätigkeit als Honorarprofessor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mache ihm für die Zukunft Mut, weil besonders die vielen Studierenden aus Ost- und Mitteleuropa mit großer Hoffnung auf die Europäische Union blickten.
Stand: 13.10.2012, 13.52 Uhr
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