WDR 2 Kinotipp - Jeff, der noch zu Hause lebt Charmanter Nesthocker

Von Andrea Burtz

Jeff ist Mitte 30 und ein gutmütiger Typ. Und er lebt noch bei seiner Mutter. Charmant und warmherzig stellt der Film die Frage, warum es eigentlich erstrebenswert sein soll, erwachsen zu werden.


Jason Segel als Jeff in einer Szene des Kinofilms "Jeff, der noch zu Hause lebt"

Erwachsen werden? Nein, danke!

Jeff (Jason Segel) ist Mitte 30 und will einfach nicht erwachsen werden. Der kauzige Pummel lebt noch im Keller seiner Mutter Sharon (Susan Sarandon) und verbringt seine Tage damit, Wasserpfeife rauchend auf der Couch zu hocken und mit seinen Gedanken spazieren zu gehen. Eines Tages ruft ein Unbekannter an und verlangt nach einem "Kevin". Er hat sich wohl verwählt. Doch Jeff vermutet hinter dem Gespräch eine Botschaft, deren Bedeutung er noch herausfinden muss. Er verfolgt einen Jungen mit "Kevin-T-Shirt", wird verprügelt und trifft zufällig seinen Bruder Pat (Ed Helms), der wiederum seine Ehefrau mit ihrem vermeintlichen Liebhaber beschattet und Jeff  bei dieser Odyssee einspannt. Jeff tut, was er kann. Er deutet alle Ereignisse als Wink des Schicksals und steigert sich in den Gedanken hinein, dies sei der Tag, sich endlich zu bewähren. Und dazu bekommt er viele Chancen. Das ewig große Kind stellt sich endlich dem Leben.

Warmherzige Komödie

Jeff, der gutmütige Träumer, wächst einem ans Herz. Denn auch wenn einige Situationen aus dem Ruder laufen und die beiden Komödianten Jason Segel und Ed Helms die Hauptrollen spielen, ist die Geschichte übers späte Erwachsenwerden nicht albern, sondern mit Ernsthaftigkeit erzählt und gespielt.

Komödie, USA 2011, Regie: Jay Duplass, Mark Duplass, ab 6 Jahren


Stand: 08.08.2012, 12.34 Uhr