WDR 2 Kinotipp - Starbuck: Mit Witz und Gefühl
Die kanadische Komödie "Starbuck" ist zwar ein wenig konstruiert, aber sie überzeugt. Das liegt am sympathischen Hauptdarsteller Patrick Huard und der lebensbejahenden Geschichte, die gekonnt mit Väterrollen spielt.
-
-
Bild 1 vergrößern
+
Patrick Huard als David Wozniak (M) und Antoine Bertrand als dessen Anwalt-Freund Avocat im Film "Starbuck" (Fotostrecke 1)
Biologischer Vater von 533 Kindern
Metzgereifahrer David Wozniak (Patrick Huard) benimmt sich auch mit 42 Jahren noch wie ein Teenager. Er ist unzuverlässig und gedankenlos. Um seine schwangere Freundin nicht zu verlieren, entschließt sich der verantwortungsscheue Mann, sein Leben endlich zu meistern. In diesem Moment erfährt David, dass er der biologische Vater von 533 Kindern ist, die er in jungen Jahren als Dauerspender einer Samenbank gezeugt haben soll. Unter dem Pseudonym "Starbuck", nach einem preisgekrönten Zuchtbullen.
Sammelklage um die Identität des leiblichen Vaters
142 dieser Sprösslinge wollen nun per Sammelklage die Identität ihres leiblichen Vaters erkämpfen. David weiß nicht, wie er sich verhalten soll und testet die Vaterrollen erstmal heimlich aus. Er schleicht sich in den Alltag der Kinder, um ihnen zu helfen, sie zu beschützen oder nur einfach nur da zu sein. So ermöglicht David einem verkannten Schauspieler ein Casting, einem Straßenmusiker verschafft er Trinkgeld, den Tourguide unterstützt er bei Sturm und Eis mit Applaus. David lernt, Verantwortung zu übernehmen und Haltung zu zeigen. Auch wenn die kanadische Komödie ein wenig konstruiert daher kommt, überzeugt sie. Das liegt am sympathischen Hauptdarsteller Patrick Huard und der lebensbejahenden Geschichte, die gekonnt mit Väterrollen und ihren Klischees spielt. Eine charmante Mischung aus Witz und Gefühl.
Komödie, Kanada 2011, Regie: Ken Scott, ab 12 Jahren
Stand: 16.08.2012, 00.00 Uhr
Seite teilen
Über Soziale Medien