WDR 2 Die Kritiker - Ruß: Aschenbrödel und Kohlestaub
Bridget Breiner hat einen Ballettabend geschaffen, der das in die Jahre gekommene Etikett "Handlungsballett" neu belebt. Sie erzählt das Märchen vom "Aschenputtel" aus einem überraschenden Blickwinkel und scheut sich nicht, das eine oder andere Klischee zu bedienen, seien es rußverschmierte Arbeiter oder elegante Industriebarone. Schwungvoll choreographiert und mit einer Menge Extras versehen ist "Ruß" eine äußerst gelungene Aneignung des alten Stoffs im Grimmjahr 2013.
Grimm und Kohlepott
Die "Neue" am Musiktheater im Revier legt mit "Ruß" ihre erste abendfüllende Choreographie vor; passend zum Grimm-Jahr und zum Klischee vom alten Kohlenpott.
Bridget Breiner erzählt eine Geschichte nach Motiven vom "Aschenbrödel", dem lieben, fleißigen, bescheidenen Mädchen, das am Ende den Prinzen für sich gewinnt aufgrund ihrer Lieblichkeit und eines verlorenen Schuhs.
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Tanzszene aus "Ruß" (Fotostrecke 1)
Kohlestaub und sozialer Abstieg
Allerdings versetzt sie die Handlung in eine vom Kohlenstaub gezeichnete Industrieregion, in der das Leben und die Arbeit hart sind, die Menschen gegen ihren sozialen Abstieg und um ein bisschen Lebens-und Liebesglück kämpfen.
Prinz ist Industriellensohn

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Tanzszene aus "Ruß"
Der Prinz wird zum Industriellensohn, um den die Schwestern konkurrieren: in dieser Familiengeschichte geht es um Liebe, Ehrgeiz, Neid, Rivalität. Der Abend ist inspiriert von einem Werk der Jahrhundertwende, der 1901 komponierten Ballettmusik von Johann Strauß (Sohn) zu „Aschenbrödel“, kontrastiert durch eine musikalische Collage aus live gespielter Akkordeonmusik und Arbeiterliedern aus dem Amerika der 30er Jahre.
Nächste Termine: 31. Januar, 1., 8., 16., 24. Februar, 1, 3. März 2013, um 19.30h.
Musiktheater im Revier (MiR)
Kleines Haus
Kennedypaltz
45881 Gelsenkirchen
Kartentelefon 0209-4097200
Stand: 28.01.2013, 11.15 Uhr
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