WDR 2 Die Kritiker - ZeitTunnel Archäologie in der U-Bahn

Von Claudia Dichter

Antike Tempelmauern, frührömische Militaria, Reste von Festungsbauwerken: Das Römisch-Germanische Museum in Köln zeigt Funde, die während des Baus der neuen innerstädtischen U-Bahnlinie entdeckt wurden.


Eine Frau betrachtet in Köln im Römisch-Germanischen Museum in der Ausstellung "ZeitTunnel" einen Nischengrabstein eines römischen Legionärs aus dem 1. Jahrhundert nach Christus

Köln und der U-Bahn Bau - das ist keine rühmliche Geschichte. 2009 stürzte in Folge der Grabungsarbeiten das historische Stadtarchiv ein. Zwei Menschen starben, Dokumente von unschätzbarem Wert wurden zerstört. Doch dass es im Zuge der neuen U-Bahn-Strecke zwischen Breslauer Platz und Chlodwigplatz auch positive Dinge zu vermelden gibt, zeigt die aktuelle Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum in Köln. "ZeitTunnel. 2000 Jahre Köln im Spiegel der U-Bahn Archäologie" zeigt die Schätze, die die Archäologen vom Rheinischen Denkmalamt für Bodenpflege zwischen 2004 und 2011 ausgegraben haben.

Funde aus allen Epochen

Über 2.500.000 Funde aus allen Epochen Kölns wurden sichergestellt, darunter frührömische Militaria am Breslauer Platz, römische Hafenfunde in der Altstadt, gigantische antike Tempelmauern nahe Sankt Maria im Kapitol, frühmittelalterliche Handwerker- und Händlerviertel in der Altstadt oder riesige Festungswerke des Mittelalters am Chlodwigplatz. Eine phantastische Ausstellung, die die Kölner Stadt­geschichte neu beleuchtet und interessante Einblicke in die reiche Geschichte dieser Stadt gibt. Ein Must!

ZeitTunnel. 2000 Jahre Köln im Spiegel der U-Bahn-Archäologie
Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4
50667 Köln
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
Eitritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
bis 5. Mai 2013


Stand: 07.12.2012, 11.38 Uhr