Louvre-Ableger im nordfranzösischen Lens Kulturelles Experiment

Der Louvre hat in einer der ärmsten Städte Frankreichs eine Dependance eröffnet. Die Zweigstelle des weltberühmten Pariser Museums soll die nordfranzösische Bergbau-Stadt Lens aufpäppeln.


Louvre-Ableger im nordfranzösischen Lens
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Louvre-Ableger im nordfranzösischen Lens

Präsident François Hollande weihte die Außenstelle des weltweit größten Museums am Dienstag (04.12.2012) in der ehemaligen Bergarbeiterstadt ein. Auf 20 Hektar können Besucher ab 12. Dezember Werke aus dem Pariser Louvre besichtigen. Für zunächst fünf Jahre sind rund 200 Exponate von der Antike bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu sehen, die ein Ausschnitt der Sammlung des Pariser Louvre sind.

Da Vincis "Heilige Anna Selbdritt" ist das Glanzstück


Glanzstück der Ausstellung ist die im Frühjahr restaurierte "Heilige Anna Selbdritt" des italienischen Malers Leonardo da Vinci, die erstmals seit mehr als 200 Jahren den Pariser Louvre verlässt, um in einer Themenausstellung zur Renaissance gezeigt zu werden. Die Architektur des 7.000 Quadratmeter großen Louvre-Lens ist diskret. Der Flachbau aus Glas und gebürstetem Aluminium besteht aus fünf länglichen, ineinandergeschobenen lichtdurchfluteten Flachbauten. Rund 150 Millionen Euro hat der Ableger des weltberühmten Louvre gekostet.


Frankreichs Präsident Hollande im Museum in Lens vor dem Bild "La Liberte Guidant le Peuple" von Eugene Delacroix
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Präsident Hollande schaut sich bei der Einweihung ein Bild von Delacroix an

Von Köln aus drei Stunden

Der Louvre in Lens soll das werden, was Guggenheim im spanischen Bilbao war: ein Image-Polierer und wirtschaftliches Antriebsmittel. Lens, das in einer der wirtschaftlich schwächsten Regionen Frankreichs liegt, hofft nämlich mit dem Louvre auch auf zahlreiche Touristen aus dem Ausland. Von Köln aus ist die Stadt in rund drei Stunden zu erreichen.


Stand: 04.12.2012, 15.59 Uhr