Moderatorin Cathrin Brackmann

Eigentlich sind meine Eltern an allem schuld. Sie behaupten nämlich, das Kind - also ich - hätte schon so früh so gut sprechen können (da muss ich so knapp zwei Jahre alt gewesen sein). Und als ich dann erstmal herausgefunden hatte, dass man viel mehr mit Sprechen als mit Schreien erreichen kann, habe ich auch nicht mehr damit aufgehört mit dem Sprechen. So viel, dass meine Eltern von meinem Gequatsche ziemlich bald ziemlich entnervt waren.


Cathrin Brackmann

Cathrin Brackmann

Und so habe ich es bis heute gehalten. In der Schule habe ich mit den Lehrern gesprochen, bis sie mir entnervt 1988 das Abitur gaben. Danach habe ich gedacht, auch Menschen in anderen Ländern sollen dich verstehen, und habe Sprechen auf Englisch und Spanisch gelernt und mir das auch bestätigen lassen (im Fachjargon hieß das dann Fremdsprachenkorrespondentin).

Und dann fiel mir plötzlich auf, dass das Wort "moderieren" viel besser klingt als "sprechen" und plötzlich war mir klar - Mensch, du verdienst ab sofort dein Geld mit Sprechen - pardon - Moderieren.

Und so bin ich dann schließlich beim Radio gelandet und habe festgestellt, dass man beim Radio gar nicht nur moderiert. Aber das macht nichts. Alles an diesem Job macht mir jetzt seit mittlerweile mehr als zehn Jahren eine Menge Spaß, und "sprechen", das tue ich immer noch gern. Und bei WDR 2 fröne ich dieser Leidenschaft in der Sendung Zwischen Rhein und Weser.