Moderator Uwe Schulz

Wer als WDR 2 Mitarbeiter nur schwer aus dem Bett kommt, erhält vom Betriebsarzt meist ein Rezept mit monatlich zehn Frühschichten, denn die Angst vorm Zuspätkommen hat noch jeden um drei Uhr aus dem Tiefschlaf gerissen. Da ich gerade erfahre, dass die Intendantin mitliest, möchte ich an dieser Stelle aber betonen, wie gerne ich mitten in der Nacht zur Arbeit gehe, um, noch bevor der Hahn dreimal kräht, das WDR 2 Morgenmagazin zu betexten. Millionen Bundesbürger stehen auch so früh auf, ohne zu murren; die Australier essen zu dieser Zeit sogar schon zu Mittag, global betrachtet. Das nennt man Körperbeherrschung.


Uwe Schulz

Uwe Schulz

Apropos Körperbeherrschung: Anders als mein Großvater mütterlicherseits konnte ich die Rückzugsgefechte meines Haaransatzes bislang siegreich gestalten, was zu den größten Erfolgen meines Lebens zählt (weitere Erfolge: noch nie Buntwäsche in der Kochwäsche mitgewaschen; 53 Lokalanästhesien zwischen Stirnbein und Steißbein tapfer und die komplette A-Deklination des Lateinischen stoisch durchgestanden). Ich neige allerdings dazu, im Taillenbereich der Gravitation intensiver nachzugeben als mein Körperdouble Ulrike Ferdinand.

Ich rede gerne, aber nicht viel, denn "wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen" (Wittgenstein). Weitere Sentenzen für den kleinen intellektuellen Hunger zwischendurch lauten "Der Hörer will das so" (WDR 2 Wellenchefin), "BAP macht gute Musik" (WDR 2 Musikchef) und "Wunder gibt es immer wieder" (Katja Ebstein).

Und eins noch: Heja BVB!