WDR 2 Moderatorin Ulrike Ferdinand präsentiert ihre Topalben des Jahres Empfehlung für die House-Apotheke

Von Ulrike Ferdinand

Ohren auf bis der Arzt kommt, das wäre diesmal die rezeptfreie Empfehlung für die vorweihnachtliche musikalische House-Apotheke.

Hugh Laurie - Let them talk


Cover-Ausschnitt "Let them talk" von Hugh Laurie
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Cover-Ausschnitt "Let them talk" von Hugh Laurie

Ja! House! Doctor House – den kennt man ja eigentlich als missmutig vor sich hin diagnostizierenden Stinkstiefel aus der gleichnamigen US-Fernsehserie. Im richtigen Leben heißt er Hugh Laurie und ist privat deutlich zurückhaltender, was die Durchsetzung seiner persönlichen Vorlieben angeht.

25 Jahre hat er gebraucht, bis er sich getraut hat, öffentlich Musik zu machen, und bevor sein allererstes Album erschienen ist, hat er sich erst mal für dieses Vorhaben höflich entschuldigt: "Mir ist bewusst, dass ich nicht im Alabama der 1890ger Jahre auf die Welt gekommen bin – und ich habe auch noch nie selbst Baumwolle gepflückt" … Geschenkt! Auch baumwollfrei hat Hugh Laurie den Blues und dem tut erwiesenermaßen Lebenserfahrung aller Art gut. Einfach mal rein zu hören in "Let them talk" – lohnt sich. Auch ohne medizinische Fernseh-Vorkenntnisse!

Mayer Hawthorne - How do you do


Cover-Ausschnitt "How do you do" von Mayer Hawthorne
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Cover-Ausschnitt "How do you do" von Mayer Hawthorne

Und weiter im Erstehilfevorweihnachtskasten zu "H" wie Hawthorne: Mayer Hawthorne ist 32, kommt aus Detroit und war laut eigener Aussage schon ein Soulplattensammler, bevor er lesen konnte. Soul, der so klingt wie Zukunftsmusik aus der goldenen Motown-Ära, den hat er wirklich drauf und damit in der heutigen Zeit ein kleines Problem:

"Ich habe sehr genaue Vorstellungen, und es ist echt schwer, anderen Musikern zu erklären, was ich in meinem Kopf höre", sagt er und macht deshalb was? Alles selbst. Erst das Schlagzeug, dann die Keyboards und Gitarre und zuletzt seine Stimme inklusive Backing-Vocals. Bei Liveauftritten darf ihn eine Band unterstützen, auf seinem Album "How do you do" ist er ganz er. Und das ist gut zu hören.

Edo Zanki - Zu viele Engel


Cover-Ausschnitt "Zu viele Engel" von Edo Zanki
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Cover-Ausschnitt "Zu viele Engel" von Edo Zanki

Wem am Jahresende ein Album mit dem Titel "Zu viele Engel" ins Auge fällt, der sollte dringend auch noch sein Ohr hinzuziehen: Das aktuelle Studioalbum von Edo Zanki ist im April 2011 erschienen. Und ich komme Ihnen jetzt ganz bestimmt nicht mit dem Klischee "…wie beim Wein, mit zunehmendem Alter immer besser…" - aber: Hut ab!

Von dem, was da musikalisch hochwertigst shuffelt, bluest und grooved, könnte sich so mancher Chartstürmer noch eine Scheibe - … Sie wissen schon… Der Fotograf Jim Rakete hat mal geschrieben: "Hätte ich auch nur ein Foto von der Schönheit und Eindringlichkeit eines langsamen Songs von Edo gemacht, wäre ich ein verdammt glücklicher Knipser!" Also: Licht aus, CD-Player an, dann klappt’s auch mit der globalen Herzerwärmung!


Stand: 12.12.2011, 14.00 Uhr