WDR 2 Moderator Michael Gebhart präsentiert seine Topalben des Jahres: Rau und unverfälscht
Die Top drei der Alben sind in diesem Jahr für Michael Gebhart: Experimental-Musik, die nicht nervt, englischer hemdsärmeliger Folk-Rock und ein Bluesalbum ohne Schnick-Schnack - rau und unverfälscht.
Kasabian - Velociraptor

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"Velociraptor" - die aktuelle CD der englischen Band "Kasabian"
Die englische Band Kasabian fällt mir schon seit ihrer selbstbetitelten Debüt-CD aus dem Jahr 2004 immer wieder positiv auf. Das geht - vor allem in England - sehr vielen Menschen offensichtlich ähnlich wie mir. Ihre letzten drei Alben schafften es dort allesamt auf die Pole-Position der Albumcharts.
Kasabian klingen experimentell, ohne zu nerven. Sie überraschen, ohne auf billige Effekte zu setzen, und sie verfügen über einen weiten musikalischen Horizont. Ethno, Weltmusik, Rock, Pop, Electronic, die Band um Sänger Tom Meighan zeigt auch auf ihrer aktuellen CD "Velociraptor" wieder keinerlei Berührungsängste. Ich mach's kurz: Kasabian sind eine großartige Band und "Velociraptor" ist eine meiner Lieblings Cd's 2011. Unbedingt reinhören in: "Days are forgotten" oder "Man of simple pleasures".
Young Rebel Set - Curse our love

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Cover der Debüt-CD "Curse our love" der Band "Young Rebel Set"
Wir kommen zu meiner Überraschungsband 2011. Einmal gehört, und Young Rebel Set hatten sich direkt an die Musik-Synapsen meines Hirns angedockt, "Lions Mouth" der Opener auf ihrer Debüt-CD "Curse our love" ist ein echter Bringer. Die sieben Engländer machen eine Mischung aus Folk und Rock - hemdsärmelig, roh, ehrlich, geradeaus, mit starken Melodien und einem guten Händchen fürs Songwriting.
Sänger Matty Chipchase versteckt seinen Akzent beim Singen nicht, was sehr eigen und unverwechselbar klingt. Nachdem mich ihre Debüt-CD total gerockt hat, bin ich jetzt schon sehr gespannt, was Young Rebel Set in Zukunft noch abliefern werden. Unbedingt reinhören in: "Lions Mouth", "Precious Day" oder "Measure of a man".
Gregg Allman - Low Country Blues

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Gregg Allman und sein Album "Low Country Blues"
Und ein Bluesalbum gehört noch zu meinen Favoriten 2011. Ich verneige mich vor einem großen Musiker! Und das gleich mehrfach! Gregg Allman ist als Solist, oder mit seiner legendären Band "The Allman Brothers" einer der letzten noch lebenden stilprägenden Musiker des Blues. Nach seiner Lebertransplantation 2010 ist er offensichtlich auch wieder bei guter Gesundheit, die war nach seinen Alkohol- und Drogenexzessen in den 1970ern stark angeschlagen.
Mit "Low Country Blues" hat er 2011 ein herausragendes Album gemacht. Er spielt den Blues seiner Vorbilder, traditionell, rau, unverfälscht, ohne Schnick-Schnack. Sein Orgelspiel ist topp, seine Stimme unglaublich eindringlich, außerdem hat er hochkarätige Musiker um sich geschart, Dr. John, Warren Haynes. T-Bone Burnett und einige mehr. Danke Mr. Allman für "Low Country Blues". Unbedingt reinhören in: "I'll believe i go back home", "Floating Bridge" oder "Little by little".
Stand: 13.12.2011, 15.44 Uhr
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