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Rhein/Ruhr: Erdbeersaison verzögert sich
Spargelzeit ist normalerweise Erdbeerzeit, doch in diesem Jahr müssen sich Erdbeerfreunde etwas gedulden, vor allem die Selbstpflücker. Die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen machen sich bemerkbar. Der Obstbauer und Landwirt Jörg Umberg aus Bottrop-Kirchhellen sagt, dass man an sich mit den Erdbeeren gut zufrieden ist. Nach dem Frost im Winter war man skeptisch, das jetzige kühle Wetter war für die Pflanzen hervorragend, die konnten langsam reifen, es sieht also nach sehr guten Qualitäten aus. Die Selbstpflücker müssen noch warten. Im Moment werden nur die Erdbeeren aus geschütztem Anbau geerntet. Freilandware wird es wahrscheinlich erst in der nächsten Woche geben - also die letzten Mai oder die ersten Juni-Tage. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer in Münster ist die Ernte in diesem Jahr etwa zwei Wochen im Verzug.
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Ruhrgebiet: Pilzbefall von Bäumen breitet sich aus
Der Baumpilz Massaria, der ausschließlich Platanen befällt, breitet sich im Ruhrgebiet immer weiter aus. Um das Jahr 2005 tauchte er erstmalig in Gelsenkirchen auf. Mittlerweile sind in der Nachbarstadt Essen 80 Prozent der Platanen befallen. Das Gemeine ist: vom Boden aus sieht man nichts. Die Blätter bleiben weiter grün. Den Befall kann man nur sehen, wenn man in den Baum hineinklettert, da der Pilz sich oben auf die Äste setzt und sich dann nach unten durchfrisst. Das macht es so gefährlich, weil die Äste dann einfach abbrechen und Spaziergänger oder Autofahrer treffen können.
Die befallenen Äste müssen abgesägt werden, das machen die Grünflächenämter auch regelmäßig. Ein chemisches Mittel gibt es bisher noch nicht, aber nach Angaben der Essener Stadtverwaltung wird mit Hochdruck an der entsprechenden Forschung gearbeitet.
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Essen: Entscheidung über Evonik-Börsengang
Zur Stunde fällt die Entscheidung, ob der Essener Chemiekonzern Evonik in diesem Sommer an die Börse gehen kann. Die RAG-Stiftung muss als Mehrheitseigner grünes Licht geben. Wegen der Turbulenzen an der Börse wurde der Gang aufs Parkett schon zwei Mal verschoben.
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Bochum: Keine Klarheit nach Opel-Versammlung
Der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, hat harten Widerstand im Falle einer Schließung des Standortes angekündigt. Bochum sei das produktivste Werk in Europa, das die beste Auslastung habe. Man arbeite an fünf Tagen in der Woche in drei Schichten. Opel könne
auf Bochum nicht verzichten, sagte Einenkel dem WDR. Opel hatte in der vergangenen Woche bestätigt, die nächste Generation des Kompaktmodells Astra ab 2015 nur noch im britischen Ellesmere Port und in Polen zu bauen und nicht mehr im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim. Dies könnte das Aus für das Werk in Bochum bedeuten, da die Produktion des Familienwagens Zafira von dort nach Rüsselsheim verlagert werden könnte. Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werkes ist am Morgen zu einer Versammlung zusammengekommen.
Über die Zukunft der europäischen Opel-Werke soll nach Aussage von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke bald entschieden werden. Am 28. Juni
solle dem Aufsichtsrat ein Unternehmensplan mit einem Gesamtkonzept für Europa vorgelegt werden, kündigte Stracke auf der Betriebsversammlung des Opel-Werks in Bochum an. Für das Bochumer Opel-Werk gelte der bis 2014 laufende Standortsicherungsvertrag. Entgegen allen Gerüchten habe Opel noch keine Entscheidung für die Zeit nach 2014 für das Werk getroffen.
Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft forderte ein Ende der Spekulationen über die Zukunft des Opel-Werks in Bochum. "Wir wollen, dass endlich das Totenglöckchen vergraben wird", sagte Kraft in Bochum. Gleichzeitig kündigte sie an, die Landesregierung werde an der Seite der Opel-Mitarbeiter kämpfen.
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Bochum: Wärme aus Grubenwasser
In Bochum wird heute ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Wärme aus Grubenwasser genutzt werden soll. Bisher wird das Grundwasser aus alten Bergbaustollen abgepumpt, damit diese nicht volllaufen. Künftig soll auch die Wärme aus dem Wasser genutzt werden und ein Gewerbegebiet beheizen. Bei erfolgreichen Tests sollen weitere Zechen ans Wärmenetz angeschlossen werden.