NRW

Aachen und die Region

Monschau
  • Aachen: Prozess um Messerattacke

    Im Prozess um die Prügelattacke auf dem Bahnhof in Kerpen haben die beiden jugendlichen Hauptangeklagten aus Düren heute ein Teilgeständnis abgelegt. Ihnen wird vorgeworfen, einen Mann auf einem Bahnsteig niedergeschlagen und mit einem Messerstich schwer verletzt zu haben. Beide sagten heute aus, der Mann habe den Streit begonnen. Laut Staatsanwalt hatte der Mann die beiden Angeklagten angesprochen, als sie zwei Mädchen in Zug belästigten.

  • Eifel: Ergebnisse der Motorradkontrollen vom Wochenende

    Dieses Wochenende haben gerade in der Eifel viele Menschen für Ausflüge genutzt - und dabei zum Teil die Verkehrsregeln nicht beachtet. Darunter waren mehr als 80 Motorradfahrer, die laut Polizei zu schnell unterwegs waren. 129 Kilometer pro Stunde in einer Tempo 70-Zone: So schnell war ein Motorradfahrer im Kreis Düren unterwegs. Insgesamt erhielten dort mehr als 20 Kradfahrer ein Knöllchen. Aber auch im Nachbarkreis Euskirchen zählten die Polizisten zahlreiche Verstöße gegen das Tempolimit, ein Großteil davon entfiel auf Autofahrer, die ebenfalls kontrolliert wurden. In der StädteRegion wurden fast 50 Motorradfahrer beim Rasen erwischt, mehr als die Hälfte hatte die Streckenverbote am Rursee nicht beachtet. Die Polizei hat bereits angekündigt, die Kontrollen fortzusetzen.

  • Aachen: Arzt stirbt nach Everest-Besteigung

    Beim Abstieg vom Mount Everest ist der Herzogenrather Arzt Eberhard Schaaf ums Leben gekommen. Der 61-Jährige ist auf dem 8.800 Meter hohen Berg an der Höhenkrankheit gestorben. Schaaf war auf einer Expedition, um gemeinsam mit seinem 68-jährigen Freund aus Würselen den höchsten Berg der Welt vom Müll der Bergsteiger zu befreien. Vor zwei Tagen hatte er den Gipfel erreicht. Sein Freund, der den Aufstieg für Sonntag geplant hatte, tritt Dienstag seinen vorzeitigen Rückweg nach Katmandu an und wird voraussichtlich am Samstag in Deutschland eintreffen. Er hatte alle Versuche mitbekommen, das Leben des Arztes zu retten. Bei dem Abstieg sind neben dem 61-jährigen Aachener noch zwei weitere Bergsteiger ums Leben gekommen.

  • Stolberg: Geldautomat komplett gestohlen

    In Stolberg haben Unbekannte den Geldautomaten einer Bank gestohlen. Sie frästen ihn laut Polizei aus der Wand und nahmen das 500 Kilogramm schwere Gerät wahrscheinlich auf einer Sackkarre mit. Offenbar auch völlig unbemerkt, denn der Alarm löste nicht aus. Der Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

  • Vaals/NL: Stromausfall nach Blitzeinschlag

    Das Gewitter von gestern Abend lässt am Montagmorgen viele Vaalser im Dunkeln sitzen. Nach einem Blitzeinschlag sind viele Geschäfte und Wohnungen ohne Strom. Weil auch Tankstellen betroffen sind, kann dort derzeit nicht getankt werden.

Bergisches Land

Die Schwebebahn in Wuppertal
  • Kritik am ESC aus Wuppertal

    Aus Wuppertal kommt jetzt Kritik am Eurovision Song Contest 2012 - und zwar vom deutschen ESC Fanclub. Denn das Gastgeberland Aserbaidschan ist nicht unbedingt das, was man als freies, demokratisches Land bezeichnen würde. Der Wuppertaler Christian Köther, Präsidiumsmitglied des offiziellen deutschen Fanclubs - dem Eurovision Club Germany - hat deshalb beschlossen, nicht nach Baku zu reisen. Er wolle nicht in ein Land, wo kritischer Journalismus keine Chance habe, die Bevölkerung der Polizeiwillkür ausgeliefert sei und die Menschen Angst hätten, ein falsches Wort zu sagen. Weltweit gibt es Proteste gegen die Veranstaltung. Der Wettbewerb wird am Samstag ausgetragen.

  • Opfer gefesselt und beraubt

    Bei einem dreisten Überfall auf einen 56-Jährigen Wuppertaler haben drei Räuber in der Nacht zu Montag Geld und Schmuck erbeutet. Nach Angaben des Opfers waren sie gegen 2 Uhr durch eine offene Terassentüre in sein Wohnzimmer eingedrungen. Der Mann lag dort auf der Couch . Die drei maskierten Täter bedrohten ihn mit einer Schusswaffe und einem Schlagstock und beraubten ihn. Danach liessen sie das Opfer gefesselt zurück.

  • Hoher Schaden durch Großbrand

    Bei einem Großbrand in Sprockhövel-Hasslinghausen ist voraussichtlich ein Schaden von bis zu 300.000 Euro entstanden. In einer Metallfirma hatten am Wochenende Aluminiumspäne gebrannt - und schließlich eine ganze Lagerhalle. Das Feuer war bei einem Container ausgebrochen. Dass jemand den Brand gelegt hat, schließt die Kriminalpolizei aus, da alle Türen komplett verriegelt waren. Vermutlich sei das Feuer durch einen Fehler beim Umgang mit Stoffen oder durch Unachtsamkeit ausgebrochen. Fast 100 Feuerwehrleute und Helfer waren mit dem schwierigen Brand zwei Tage lang beschäftigt.

  • DLRG Waldbröl bangt um Existenz

    Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft in Waldbröl befürchtet, dass es sie bald nicht mehr gibt. 750 Mitglieder würden dann auf der Straße stehen. Grund ist die geplante Schließung des Hallenbades. Der Rat der Stadt hatte entschieden, das Bad Anfang 2013 zu schließen. Es ist schon 40 Jahre alt und kostet nach Angaben der Stadt zu viel Geld. Außerdem müssten Technik, Dach und Fassaden saniert werden - was noch einmal bis zu einer Million Euro kosten könnte. Morgen treffen sich DLRG-Mitglieder und Stadtvertreter, um über eine mögliche Rettung des Bades zu sprechen.

  • Vorsicht auf der Trasse

    Feuerwehr und Allgemeiner Deutscher Fahrradclub rufen zur Vorsicht auf den bergischen Freizeitwegen auf. In den vergangenen Tagen hatte es mehrere z.T. schwere Unfälle gegeben, u.a. auf der Korkenziehertrasse in Solingen. Oft sei zu wenig Rücksicht der Grund. Dazu kommt: Die Trassen sind schmal und dicht befahren. Deshalb sei es bei Unfällen für die Rettungskräfte gar nicht so einfach, an die Unfallstelle heranzukommen, sagte Ottmar Müller von der Feuerwehr Solingen im Interview. Die Zugänge für die Feuerwehr seien mit schwarz-gelben Barken markiert, die dürften nicht zugeparkt werden.

  • Vom Lehn im Halbfinale

    Der Wuppertaler Schwimmer Christian vom Lehn hat am Eröffnungstag der Europameisterschaften in Ungarn die erste Hürde genommen. Er erreichte über 100 m Brust das Halbfinale. Neben vom Lehn sind in Debrezen auch Brustschwimmerin Sarah Poewe und der Freistil-Meister Christoph Fildebrandt vom SV Bayer Wuppertal dabei. Insgesamt treten bis Samstag 33 deutsche Schwimmer an.


Münsterland

Zentrum der Stadt Münster
  • Keime im Schweinestall

    Verbraucher sind verunsichert: Laut einer heute (21.05.2012) veröffentlichten Studie sind Schweineställe oft von so genannten multiresistenten Keimen befallen. Die Forscher haben rund 100 Schweineställe in Deutschland untersucht und bei fast 80 Prozent der konventionellen Betriebe und in jedem vierten Öko-Stall solche MRSA Keime gefunden. Betroffen könnten auch Ställe im Münsterland sein. Doch die Experten wie Thomas Blahar von der Tierärztlichen Hochschule Hannover geben Entwarnung: Das Fleisch könne man bedenkenlos essen, der Keim werde im Magen sofort abgetötet. Es handele sich auch nicht um den berüchtigten Krankenhauskeim. Der Keim in den Ställen sei weniger aggressiv und nur gegen einzelne Antibiotika resistent, nicht gegen alle. Gefährlich werde er eigentlich nur, wenn er in eine offene Wunde komme. Deswegen sollten Schweinehalter vor geplanten Operationen das Krankenhaus informieren, damit die Ärzte den Keim vorher bekämpfen könnten.

  • IG Metall zufrieden mit Tarifabschluss

    Die IG Metall in Münster ist grundsätzlich zufrieden mit dem Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie. Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich am Wochenende (19. / 20.5.2012) darauf geeinigt, dass die Beschäftigten 4,3 Prozent mehr Lohn für die Dauer von 13 Monaten erhalten. Außerdem einigten sich beide Seiten auf die grundsätzlich unbefristete Übernahme von Auszubildenden und auf mehr Mitsprache der Betriebsräte bei der Leiharbeit. Die IG Metall muss noch mit den Arbeitgebern im Münsterland darüber verhandeln, ob der Tarifabschluss für die Region übernommen wird.

  • Erdbeben: Uni wertet Daten aus

    Das Erdbeben in Italien beschäftigt auch Geologen der Universität Münster. Luca de Siena, Wissenschaftler am geologischen Institut, kommt aus Italien und erforscht Erdbebengebiete in seinem Heimatland. Dazu untersucht er Strukturen im Erdinneren und versucht herauszufinden, wie sich die Erdplatten unter Italien bewegen. Das aktuelle Beben der Stärke 6 hat ihm neue Erkenntnisse für seine Forschung gebracht: "Jetzt wissen wir, woher die Gefahr kommt. Die Gefahr geht von den Platten aus - die Wissenschaftler hatten dazu bislang nur Theorien, aber jetzt haben diese Theorien sich bestätigt." Luca de Siena und seine Kollegen von der Uni Münster können aufgrund dieser Erkenntnisse jetzt neue Risikokarten erstellen. Diese sollen helfen, Erdbeben besser vorauszusagen.

  • Wohngeld muss zurückgezahlt werden

    Ein Hartz IV-Bezieher aus Ibbenbüren muss über 450 Euro Wohngeld an den Kreis Steinfurt zurückzahlen, weil er über mehrere Monate seinen Bruder bei sich zuhause aufgenommen hat. Das hat heute (21.05.2012) das Sozialgericht in Münster entschieden. Der Hartz IV-Empfänger wäre verpflichtet gewesen, das Jobcenter über den Einzug des Bruders zu informieren. Denn der hätte sich an der Miete beteiligen müssen. Und das Jobcenter hätte dadurch Wohngeld sparen können.

  • Sozialplan bei Purinform

    Für die über 60 Mitarbeiter, die bei Purinform in Recke vor der Entlassung stehen, wird es wohl nur geringe Abfindungen geben. Das wurde heute bei der Unterzeichnung des Sozialplans deutlich. Welche Summe zur Verfügung steht, hängt davon ab, wieviel Geld mit dem Verkauf der Maschinen und des Firmengebäudes erzielt werden kann. Der insolvente Hersteller von Baumarktartikeln schließt Anfang Juni.

Ostwestfalen-Lippe

Wewelsburg
  • Fünf Jahre Haft für Betrüger

    Das Detmolder Landgericht hat einen Kaufmann aus Kalletal wegen Betruges zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte etwa tausend Russlanddeutschen Land im südamerikanischen Paraguay verkauft, ließ sie dann aber nicht als Besitzer ins Grundbuch eintragen. Dadurch soll er einen Schaden von rund 14 Millionen Euro verursacht haben.

  • Staatsanwaltschaft geht nicht in Revision

    Die Staatsanwaltschaft Detmold wird das Urteil im Fall Arzu Özmen nicht anfechten. Nachdem das Gericht anstatt drei Mal lebenslange Haft wegen Mordes nur einmal Lebenslang ausgesprochen hatte, war über eine Revision spekuliert worden. Zwei der fünf Verurteilten wollen allerdings Revision einlegen. Die Urteile vom lebenslang verurteilten Osman und seinem Bruder Kirer, der zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, werden vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe überprüft.

  • OWL-Metaller hoffen auf mehr Geld

    Beschäftigte der Metallindustrie in der Region hoffen auf eine bessere Bezahlung. Nachdem ihre Kollegen in Baden-Württemberg 4,3 Prozent mehr Lohn ausgehandelt haben, beraten nun auch Gewerkschaft und Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen über die Übernahme des neuen Tarifvertrages. Der garantiert nicht nur mehr Gehalt, sondern auch eine Übernahme von Auszubildenden.

  • Richtfest in Kassel-Calden

    Der umstrittene Ausbau des Flughafens Kassel-Calden liegt im Zeitplan. Nach Angaben einer Sprecherin soll die Konkurrenz zum Paderborner Flughafen im nächsten April offiziell in Betrieb gehen. Bislang sind allerdings nur zwei Flugverbindungen fest geplant. Kassel-Calden steht weiter in Verhandlungen mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern, um das Angebot aufzustocken.

  • 24-Jährige aus Steinheim ermordet

    Eine 24-jährige Frau ist am Wochenende tot in ihrer Wohnung in Steinheim gefunden worden. Inzwischen wurde ein 21-jähriger Mann aus Blomberg als Tatverdächtigter festgenommen. Er selbst hatte gemeinsam mit einem Freund die Polizei informiert. Die ganze Nacht ermittelten Mordkommission und Spurensicherung vor Ort. Auch die Wohnung des Anrufers wurde durchsucht. Hier fanden die Ermittler schließlich die Beweise, die zur Festnahme des 21-Jährigen führten.


Rhein und Ruhr (Essen)

Zeche Zollverein in Essen
  • Rhein/Ruhr: Erdbeersaison verzögert sich

    Spargelzeit ist normalerweise Erdbeerzeit, doch in diesem Jahr müssen sich Erdbeerfreunde etwas gedulden, vor allem die Selbstpflücker. Die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen machen sich bemerkbar. Der Obstbauer und Landwirt Jörg Umberg aus Bottrop-Kirchhellen sagt, dass man an sich mit den Erdbeeren gut zufrieden ist. Nach dem Frost im Winter war man skeptisch, das jetzige kühle Wetter war für die Pflanzen hervorragend, die konnten langsam reifen, es sieht also nach sehr guten Qualitäten aus. Die Selbstpflücker müssen noch warten. Im Moment werden nur die Erdbeeren aus geschütztem Anbau geerntet. Freilandware wird es wahrscheinlich erst in der nächsten Woche geben - also die letzten Mai oder die ersten Juni-Tage. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer in Münster ist die Ernte in diesem Jahr etwa zwei Wochen im Verzug.

  • Ruhrgebiet: Pilzbefall von Bäumen breitet sich aus

    Der Baumpilz Massaria, der ausschließlich Platanen befällt, breitet sich im Ruhrgebiet immer weiter aus. Um das Jahr 2005 tauchte er erstmalig in Gelsenkirchen auf. Mittlerweile sind in der Nachbarstadt Essen 80 Prozent der Platanen befallen. Das Gemeine ist: vom Boden aus sieht man nichts. Die Blätter bleiben weiter grün. Den Befall kann man nur sehen, wenn man in den Baum hineinklettert, da der Pilz sich oben auf die Äste setzt und sich dann nach unten durchfrisst. Das macht es so gefährlich, weil die Äste dann einfach abbrechen und Spaziergänger oder Autofahrer treffen können. Die befallenen Äste müssen abgesägt werden, das machen die Grünflächenämter auch regelmäßig. Ein chemisches Mittel gibt es bisher noch nicht, aber nach Angaben der Essener Stadtverwaltung wird mit Hochdruck an der entsprechenden Forschung gearbeitet.

  • Essen: Entscheidung über Evonik-Börsengang

    Zur Stunde fällt die Entscheidung, ob der Essener Chemiekonzern Evonik in diesem Sommer an die Börse gehen kann. Die RAG-Stiftung muss als Mehrheitseigner grünes Licht geben. Wegen der Turbulenzen an der Börse wurde der Gang aufs Parkett schon zwei Mal verschoben.

  • Bochum: Keine Klarheit nach Opel-Versammlung

    Der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, hat harten Widerstand im Falle einer Schließung des Standortes angekündigt. Bochum sei das produktivste Werk in Europa, das die beste Auslastung habe. Man arbeite an fünf Tagen in der Woche in drei Schichten. Opel könne auf Bochum nicht verzichten, sagte Einenkel dem WDR. Opel hatte in der vergangenen Woche bestätigt, die nächste Generation des Kompaktmodells Astra ab 2015 nur noch im britischen Ellesmere Port und in Polen zu bauen und nicht mehr im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim. Dies könnte das Aus für das Werk in Bochum bedeuten, da die Produktion des Familienwagens Zafira von dort nach Rüsselsheim verlagert werden könnte. Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werkes ist am Morgen zu einer Versammlung zusammengekommen. Über die Zukunft der europäischen Opel-Werke soll nach Aussage von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke bald entschieden werden. Am 28. Juni solle dem Aufsichtsrat ein Unternehmensplan mit einem Gesamtkonzept für Europa vorgelegt werden, kündigte Stracke auf der Betriebsversammlung des Opel-Werks in Bochum an. Für das Bochumer Opel-Werk gelte der bis 2014 laufende Standortsicherungsvertrag. Entgegen allen Gerüchten habe Opel noch keine Entscheidung für die Zeit nach 2014 für das Werk getroffen. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft forderte ein Ende der Spekulationen über die Zukunft des Opel-Werks in Bochum. "Wir wollen, dass endlich das Totenglöckchen vergraben wird", sagte Kraft in Bochum. Gleichzeitig kündigte sie an, die Landesregierung werde an der Seite der Opel-Mitarbeiter kämpfen.

  • Bochum: Wärme aus Grubenwasser

    In Bochum wird heute ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Wärme aus Grubenwasser genutzt werden soll. Bisher wird das Grundwasser aus alten Bergbaustollen abgepumpt, damit diese nicht volllaufen. Künftig soll auch die Wärme aus dem Wasser genutzt werden und ein Gewerbegebiet beheizen. Bei erfolgreichen Tests sollen weitere Zechen ans Wärmenetz angeschlossen werden.

Rhein und Ruhr (Düsseldorf)

Panorama von Düsseldorf mit Fernsehturm und Rheinbrücke
  • Fortuna gewinnt die erste Runde

    Das Skandalspiel von Düsseldorf wird nicht wiederholt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat am Nachmittag den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) als "unbegründet" zurück gewiesen. Allerdings haben die Berliner Einspruch eingelegt. Somit wird es wohl noch in dieser Woche zu einer Entscheidung durch das DFB-Bundesgericht kommen. Danach wäre ein Gang vor das DFB-Schiedsgericht möglich. Selbst der Internationale Sportgerichtshof CAS könnte theoretisch noch eine Rolle in der Auseinandersetzung spielen.

  • Deutschland besiegt Russland

    Tennisprofi Florian Mayer hat Titelverteidiger Deutschland den ersten Sieg bei der Mannschafts-WM in Düsseldorf beschert. Der Weltranglisten-28. aus Bayreuth setzte sich gegen Igor Andrejew 6:2, 7:6 (9:7) durch und brachte den Rekord-Weltmeister vor dem abschließenden Doppel uneinholbar mit 2:0 in Führung. Jetzt trifft Deutschland auf den Verlierer der Begegnung zwischen Serbien und Kroatien. Bereits gestern ((So.)) hatte Philipp Kohlschreiber mit dem 6:0, 6:2 gegen Alex Bogomolow für den perfekten Auftakt der Gastgeber in der Blauen Gruppe ((beim 35. Power Horse World Team Cup)) gesorgt.

  • Letzte Fahrt einer gelben Straßenbahn

    Heute Vormittag war sie noch einmal unterwegs, dann wurde nach 56 Jahren die letzte gelbe Straßenbahn in Düsseldorf aus dem Betrieb genommen. Jahrzehntelang prägten die gelben Bahnen das Stadtbild und wurden sogar bis nach Dänemark und Polen exportiert. Viele Düsseldorfer haben die gelben Bahnen über die Jahre ins Herz geschlossen. Endgültig stillgelegt wird die letzte gelbe Straßenbahn aber nicht. Sie kann künftig für private Party- und Stadtrundfahrten gemietet werden.

  • Kunstpalast länger gesperrt

    Wegen eines Wasserschadens müssen Teile des Düsseldorfer Musuems Kunstpalast deutlich länger gesperrt bleiben als bisher angenommen. Der Schaden war Ende Februar entdeckt worden, als durch das Dach Wasser in die Ausstellungsräume tropfte. Mehr als 100 Kunstwerke mussten in Sicherheit gebracht werden. Erst vor einem Jahr war das Dach aufwändig saniert worden. Nun haben Gutachter festgestellt, dass die Konstruktion bei hohen Temperaturunterschieden zwischen innen und außen undicht ist.

  • Duisburger Tränenliste im Rat

    Der Duisburger Stadtrat berät heute darüber, wie der marode Haushalt saniert werden könnte. Um jährlich rund 80 Millionen Euro zu sparen, stehen rund 140 Sparvorschläge der Stadtverwaltung zur Diskussion. Die Sparliste wird wohl für Protest sorgen, denn es geht ans Eingemachte. So sollen die Kooperation mit der Düsseldorfer Oper beendet sowie Bibliotheken und die Rheinhausenhalle geschlossen werden. Außerdem schlägt die Verwaltung vor, die Zahl der Ratsmitglieder zu senken und Ämter zusammenzulegen. Über ein Internetportal dürfen die Bürger die Sparmaßnahmen von heute an bewerten und eigene Vorschläge machen. Nach der heutigen Vorberatung soll der Rat dann Ende Juni endgültig über die Sparliste entscheiden.


Rheinland

Panorama von Bonn mit dem Rhein und dem Posttower
  • Aufräumarbeiten nach Unwetter

    Das Unwetter am Abend hat auch bei uns Schäden hinterlassen, vor allem im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und bei Mechernich. Der Hagel hat Dächer, Dachfenster und Gewächshäuser beschädigt. Viele Keller wurden durch den Regen überflutet. Besonders viel Arbeit hatte die Feuerwehr in Kommern: Dort musste eine 40 Zentimeter hohe Hagelschicht von den Straßen geräumt werden, das allein dauerte vier Stunden.

  • Unfall mit Rollerfahrerin

    Im Kölner Stadtteil Immendorf ist am Morgen eine Rollerfahrerin bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt worden. Ein Transporter erfasste sie beim Abbiegen. Die Frau wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Immendorfer Hauptstraße war zeitweise gesperrt.

  • Bonner Islamist droht Pro NRW

    Ein radikaler Islamist aus Bonn hat zum Mord an Mitgliedern der rechtsextremen Partei Pro NRW aufgerufen. Ein entsprechener Audio-Beitrag des Mannes ist am Wochenende im Internet aufgetaucht. Das Innenministerium in Düsseldorf nehme die Drohung ernst, sagte ein Behördensprecher. Mitglieder von Pro NRW hatten in den vergangenen Wochen auf Kundgebungen islamkritische Karikaturen gezeigt. Daraufhin war es unter anderem in Bonn zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

  • Suche nach Eltern von Findelkind

    Die Flugblatt-Aktion bei der Suche nach der Mutter von Felix - dem Findelkind in Mechernich - hat bislang nichts gebracht. «Die Resonanz war gleich null», sagte ein Sprecher der Euskirchener Polizei. Der Säugling lebt mittlerweile bei einer Pflegefamilie. Ein Spaziergänger hatte den zwei Tage alten Jungen stark unterkühlt vor mehr als einer Woche an einem Feldweg bei Mechernich gefunden.

  • Italienisches Erdbeben aufgezeichnet

    Die Erdbebenstation Bensberg hat das Beben in Italien messen können. Sowohl das Hauptbeben am Sonntagmorgen als auch die Nachbeben wurden aufgezeichnet. Erdbebenwellen übertragen sich durch die Erdkruste rund um die Welt und werden so auch weit entfernt gemessen. Bis eine Erdbebenwelle aus Italien auf den Geräten der Erdbebenstation Bensberg zu sehen war, hat es etwa 90 Sekunden gedauert.

  • Brandschutzexperten in Köln

    In Köln startet heute eine große Tagung von Brandschutzexperten. 800 Fachleute aus ganz Deutschland kommen hierher. Sie sprechen darüber, wie Evakuierungen bei Bränden ablaufen müssen oder welche neuen Katastrophenschutzkonzepte es gibt. Auch der Einsturz des Kölner Stadtarchivs wird Thema sein. Die Kölner Feuerwehr berichtet darüber, wie sie ihre Mitarbeiter und Betroffene nach dem Einsatz psychologisch betreut hat.

Ruhrgebiet

Dortmunder U-Turm
  • Die Region braucht Opel - Opel braucht die Region

    "Die Region braucht Opel – Opel braucht die Region!" Mit diesem Titel haben die Spitzen der Ruhrgebietsstädte eine gemeinsame Resolution überschrieben, die den Erhalt des Bochumer Werkes fordert. Dessen Schließung träfe nicht nur Bochum, sondern auch die Nachbarkommunen, heißt es in der Erklärung. Allein in Dortmund, Castrop-Rauxel und Witten leben etwa 750 Opel-Mitarbeiter. Darüber hinaus würde die Zuliefererindustrie in ganz NRW mit 40.000 Beschäftigten unter einer Schließung leiden.

  • Keine heiße Spur im Hagener Mordfall

    Nach dem Mord an einer 75 Jahre alten Frau in Hagen-Hohenlimburg hat die Polizei noch keine heiße Spur. Die Frau war am vergangenen Freitag tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft sind sicher, dass sie von Einbrechern ermordet wurde. In das Haus der Frau war in den letzten acht Jahren bereits fünfmal eingebrochen worden. Bei den Einrüchen machten die Täter aber immer nur geringe Beute. Auch jetzt fehlt nach Polizeiangaben nur das Portemonnaie der alten Dame. Die Ermittler wissen nicht, ob es sich in allen Fällen um die selben Täter handelt.

  • Bombenentschärfung in Dortmund

    Im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst ist eine amerikanische 5-Zentner-Bombe entschärft worden. Der Blindgänger war auf einem Luftbild entdeckt worden. Während der Entschärfung mussten 500 Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Außerdem wurden mehrere Straßen gesperrt.

  • Rentnerin verurteilt

    Das Dortmunder Schwurgericht hat eine Rentnerin aus Unna zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die 65-Jährige hatte ihrem Ehemann mehr als 20 Mal mit einem Küchenbeil auf den Kopf geschlagen und ihn lebensgefährlich verletzt. Nach Auffassung des Gerichts hatte die Frau wegen privater und finanzieller Probleme vor, zunächst ihren Mann und dann sich selbst zu töten. Zur Tatzeit litt sie außerdem unter schweren Depressionen. Ihr Ehemann ist mittlerweile eines natürlichen Todes gestorben.

  • Rinder bezahlten Freiheitsdrang mit dem Leben

    Eine ausgebrochene Rinderherde hat am Samstag in Hamm für Aufregung gesorgt. Mehrere ausgewachsene Tiere hatten einen Weidezaun durchbrochen. Als eines von ihnen auf die stark befahrene Bundesstraße 63 laufen wollte, wurde es von Polizisten erschossen. Ein anderes Rind griff einen Landwirt an, als der es einfangen wollte. Der Bauer erschlug das Tier mit einem Hammer. Die anderen Kühe konnten lebend gefangen werden. Die Bahnstrecke zwischen Soest und Unna wurde zeitweise komplett gesperrt.

Südwestfalen

Stadt Siegen
  • IG Metall MK begrüßt Tarifergebnis in Baden-Würtemberg

    Für die IG-Metall im Märkischen Kreis ist das Ergebnis, das IG-Metall und Metall-Arbeitgeber in Baden-Württemberg erzielt haben, ein voller Erfolg. In Sindelfingen hatten sich IG-Metall und Metall-Arbeitgeber unter anderem auf eine Lohnerhöhung von 4,3 Prozent und die Übernahme von Azubis geeinigt. Bernd Schildknecht von der IG Metall im Märkischen Kreis wird heute in der Landestarifkommission der IG-Metall empfehlen, das Ergebnis auch für NRW zu übernehmen. In Sindelfingen saß auch der NRW-Arbeitgeberpräsident Hortst Werner Maier-Hunke aus Iserlohn mit am Verhandlungstisch.

  • Neues Unterrichtsfach am Gymnasium Schloss Overhagen

    Noch vor einigen Monaten war das private Gymnasium Schloß Overhagen von der Schließung bedroht - jetzt möchte die vorerst gerettete Schule bei Lippstadt landesweit Vorreiter werden. Gemeinsam mit der Ingenieurkammer soll ein neues Unterrichtsfach angeboten werden. Dabei soll es um Themen wie Brückenbau oder Gebäudeplanung gehen. Die ersten Lehrer, die das Fach unterrichten möchten, haben sich am Gymnasium bereits gemeldet.

  • Gefahren durch Zeckenbisse

    Frühlingszeit ist Zeckenzeit. Bei uns verbreiten sich die Holzbock-Zecken immer mehr. Ihr Biss löst nicht nur Juckreiz aus. Er kann auch gefährlich sein, weil Zecken Viren und Bakterien übertragen können. Der FSME-Virus kann eine Hirnhautentzündung auslösen. In den vergangenen Jahren ist durch den Klimawandel diese Zecke immer weiter in den Norden gewandert. Gegen den Virus kann man sich impfen lassen. Keine Impfung gibt es gegen die Bakterie, die Borreliose. Auch sie wird durch Zecken übertragen und kann Lähmungen oder Herzstörungen auslösen.

  • Auch HSK-Polizei trägt "blau"

    Im Hochsauerlandkreis trägt die Polizei jetzt auch blau: knapp 300 Beamte haben heute Morgen die neue, blaue Uniform angezogen. Die grün-senfgelbe Kleidung hat in Südwestfalen damit endgültig ausgedient. Der HSK war der letzte Kreis, in dem die Polizisten noch die alten Uniformen getragen haben. Zuletzt hatte vor einem Monat der Kreis Soest umgestellt.

  • Stadtfest lockte viele Besucher nach Olpe

    In Olpe wurde am Wochenende kräftig gefeiert. Das 15. Stadtfest lockte bei schönem Frühsommerwetter Zehntausende von Besuchern aus dem ganzen Kreis Olpe und den angrenzenden Städten an. Sie konnten auf vier Bühnen Live-Musik, Comedy und Tanzvorführungen erleben. Höhepunkte waren die Auftritte von Coverbands mit den Hits von Coldplay und Udo Lindenberg. Außerdem wurde das "Olper Supertalent" ermittelt. Das Elspe Festival sorgte für Wildwest-Stimmung und präsentierte eine Stuntshow. Die Polizei hatte trotz der vielen Besucher nicht sehr viel zu tun. Es gab zwar einige Einsätze wegen Streitigkeiten, aber keine größeren Einsätze.