Allerheiligen Vom Umgang mit dem Tod

Mit dem November beginnt die Zeit des öffentlichen Trauerns um Verstorbene, so zu Allerheiligen. Ob öffentliches Ritual oder stilles Innehalten - der Tag wird sehr unterschiedlich begangen.

An vielen Gedenktagen wie Allerheiligen, Allerseelen, Buß- und Bettag, Totensonntag und Volkstrauertag gehen die Menschen zu den Gräbern ihrer verstorbenen Angehörigen, zünden Kerzen an und legen Kränze nieder. Doch jeder Mensch lebt seine Trauer anders aus, hat eigene Bedürfnisse und Rituale beim Gedenken an Verstorbene.


Allerheiligen auf einem italienischen Friedhof auf Sizilien

Feiertag und Naturerleben im Einklang

Papst Gregor IV. hatte die Feierlichkeiten im Jahr 835 für die Gesamtkirche angeordnet und auf den 1. November gelegt. Grund für diese Terminwahl von Allerheiligen war wohl unter anderem "der starke Bezug zum Naturerleben: Pflanzen welken, alles in der Natur stirbt, die eigene Vergänglichkeit wird bewusster".


Totenfiguren am "Dia de los Muertos" in Janitzio in Mexiko

Weltweit ein "Tag der Toten"

Soweit die Historie. Kann aber dem aufgeklärten, modernen Menschen das Trauern heute öffentlich verordnet werden? Der Psychologe Eckhart Wunderle meint: Jein. "Heute ist es schon sinnvoll, einen Tag im Jahr zu haben, der Hinwendung bietet zum Tod." Aber man müsse sich auch auf diese Tage einlassen wollen.

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Stand: 01.11.2011, 00.00 Uhr