Amoklauf von Aurora USA unter Schock

Nach dem Blutbad mit zwölf Toten trauern die Menschen um die Opfer. Auch über die Motive des Amokläufers wird weiter gerätselt. Jetzt werden Zweifel an den Waffengesetzen laut, insbesondere denen in Colorado.

Schon am Freitagabend kurz nach der Bluttat in Aurora im Bundesstaat Colorado hatten sich Hunderte auf dem Parkplatz gegenüber dem Kino versammelt. Die Menschen stellten Kerzen auf und legten Briefe ab.


Angehörige und Hinterbliebene trauern in Aurora, Colorado um die Opfer

Rätseln über das Motiv des Täters


Derweil rätselt die Polizei über das Motiv des Täters. Offensichtlich hatte der 24 Jahre alte Täter seine Tat von langer Hand vorbereitet. Nach Angaben von Experten hatte James H. ein Sturmgewehr, eine Schrotflinte und ein oder zwei Pistolen - alles legal. Allein 6000 Schuss Munition soll der Täter im Internet gekauft haben. Bei der Premiere des Batman-Films "The Dark Knight Rises" hatte der Attentäter in der Nacht zum Freitag wahllos ins Publikum geschossen.

Waffengesetze verschärfen?


Angesichts des bei der Tat benutzten Waffenarsenals appellierte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg an Präsident Barack Obama und dessen republikanischen Herausforderer, Mitt Romney, die Waffengesetze zu verschärfen. Die Waffengesetze Colorados gelten selbst für amerikanische Verhältnisse als locker. Kritiker erinnerten daran, dass Aurora nur wenige Kilometer von Littleton entfernt liegt. 1999 hatten zwei Schüler an der dortigen Columbine High School 13 Menschen erschossen.

Audios


Stand: 21.07.2012, 16.47 Uhr