Amoklauf in Aurora Anklage gegen Holmes

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Amokläufer von Aurora hat die US-Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. James Holmes muss sich in mehr als 140 Anklagepunkten wegen Mordes und versuchten Mordes verantworten.

Nach dem Massaker bei einer "Batman"-Premiere im US-Bundesstaat Colorado ist der mutmaßliche Täter formell des Mordes angeklagt worden. Holmes wird vorgeworfen, am 20. Juli während der Vorstellung von "The Dark Knight Rises" in Aurora bei Denver das Feuer auf die Kinobesucher eröffnet zu haben. Dabei starben zwölf Menschen, 58 wurden verletzt. Insgesamt wurden am Montag (30.07.2012) 142 einzelne Anklagepunkte gegen den 24-jährigen James Holmes verlesen. Ihm droht die Todesstrafe. Vor Gericht erschien Holmes erneut mit rot gefärbten Haaren.


Der mutmaßliche Todesschütze James Holmes schweigt im Gerichtssaal und wirkt seltsam abwesend

Staatsanwaltschaft könnte Todessstrafe fordern


Nach der Anklage des mutmaßlichen Amokläufers von Aurora steht nun die Frage von dessen Zurechnungsfähigkeit im Mittelpunkt des Prozesses. Die einzige mögliche Verteidigung sei der Nachweis von Geisteskrankheit, sagte der frühere Staatsanwalt Craig Silverman vor Beginn der Sitzung am Montag. Sollte James H. hingegen für zurechnungsfähig befunden werden, könnte die Staatsanwaltschaft am Ende die Todesstrafe fordern.

Offenbar vor der Tat Notizen verschickt


Der mutmaßliche Amokläufer war nach Angaben seiner Anwälte bei einer Psychiaterin an seiner Universität in Behandlung. Er hatte der Professorin offenbar vor der Tat Notizen zugeschickt, die Illustrationen eines geplanten Massakers enthielen.

Opfer des Amoklaufs bestattet

In mehreren Bundesstaaten wurden unterdessen am Wochenende Opfer der Bluttat beerdigt. Eine Woche nach dem Kino-Massaker in Aurora nahm die Polizei in der Nähe von Washington einen weiteren möglichen Amokläufer fest. In dessen Wohnung wurden 20 Gewehre und Pistolen sowie große Mengen Munition gefunden.

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Stand: 31.07.2012, 08.07 Uhr