60 Jahre Bild-Zeitung: Umstritten, populistisch, laut
Reißerische Überschriften, Stimmungsmache, Prominenten-Klatsch und eine mitunter derbe Alltagssprache: Die Mittel der "Bild" waren und sind oft genug umstritten. Vor 60 Jahren wurde die Zeitung gegründet.
Rund 2,7 Millionen Auflage, mehr als 12 Millionen Leser jeden Tag hat die "Bild" und doch ist keine andere Zeitung in Deutschland umstrittener. 1952 wurde das Blatt von Axel Springer als "gedruckte Antwort auf das Fernsehen" gegründet.

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Gegen die Gratisverteilung anlässlich des 60. Geburtstags: Demonstranten am Freitag (22.06.2012) vor dem Axel Springer-Hochhaus in Berlin
Medialer Populismus
- Audio: Hans-Jürgen Arlt, Kommunikationswissenschaftler: Bild liefert "keinen Journalismus, sondern inszeniert wilde Stories"(23.06.2012) Hans-Jürgen Arlt, WDR 2 Morgenmagazin
Immer wieder ist die Boulevardzeitung dem Vorwurf ausgesetzt, medialen Populismus zu betreiben. Bei den Beschwerden vor dem Deutschen Presserat steht "Bild" an der Spitze. Aber: "'Bild' ist immer weniger ein Kampagnenblatt, das polarisiert und in diesem Sinne auch ein politischer Faktor ist", sagt Medienexperte Siegfried Weischenberg, der an der Universität Hamburg den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Journalistik innehat. Mit dem Ende der DDR sei "Bild" ein zentrales Feindbild abhandengekommen.
Proteste gegen kostenlose Verteilung
Einen Tag vor dem 60. Geburtstag der Zeitung am Sonntag (24.06.2012) wird eine Sonderausgabe kostenlos an 41 Millionen Haushalte verteilt. Der Medienkonzern Axel Springer hat die Aktion bisher nicht offiziell bestätigt, doch ist bereits Kritik von Postboten und Internet-Aktivisten laut geworden.
Stand: 23.06.2012, 00.00 Uhr
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