Breivik-Prozess in Oslo: Massaker verteidigt
Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat sin seinem Schlusswort vor Gericht seine Anschläge mit 77 Todesopfern zu rechtfertigen versucht und forderte Freispruch.
Nach Überzeugung seiner Anwälte ist der 33-Jährige zurechnungsfähig und sollte daher entweder freigesprochen oder zu einer Haftstrafe verurteilt werden. Das Urteil wird am 24. August verkündet.

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Handschellen am Gürtel des Angeklagten Anders Behring Breivik
Überlegtes Handeln
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- Audio: Mehrheit der Norweger möchte Breivik als zurechnungsfähig bestraft sehen (23.06.2012) Rebekka Borsch, WDR 2 am Samstag
Nach Angaben von Anwalt Geir Lippestad handelte Breivik bei den beiden Anschlägen überlegt wie ein "zynischer Terrorist". Die Staatsanwaltschaft hatte auf Zwangseinweisung in eine Rechtspsychiatrie wegen weiterbestehender Zweifel an Breiviks Zurechnungsfähigkeit plädiert. Zu dieser Frage liegen gegensätzliche psychiatrische Gutachten vor.

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Trond Henry Blattmann und Christin Bjelland, die Vertreter der Überlebenden verlassen bei Breiviks Schlussrede den Gerichtssaal
Zuhörer und Vertreter der Überlebenden verlassen Gerichtssaal
Zum Auftakt von Breiviks Schlussrede verließen zahlreiche Zuhörer aus Protest den Gerichtssaal. Viele von ihnen gehörten zu den Überlebenden und Hinterbliebenen der Opfer. Insgesamt hatten fünf Überlebende und Hinterbliebene das Wort für eine kurze Schlussbemerkung ergriffen. Zuhörer reagierten mit Applaus.
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Stand: 23.06.2012, 10.51 Uhr
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