Biokraftstoff aus Schnapsbrennereien: In den Tank damit!
Raps, Mais und Zuckerrüben - pflanzlicher Biosprit aus Nahrungsmitteln ist nicht unumstritten. Ein Forschungsprojekt der FH Münster schlägt nun vor: Schnaps aus heimischen Brennereien in den Tank!
Grenzen für den Biosprit: Die EU-Kommission will weniger Anreize für den Verbrauch von Biokraftstoffen setzen und die Nutzung einschränken. Dabei geht es vor allem um die sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln.

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Flaschen mit hochprozentigen Spirituosen in einer Brennerei
"Pflanzenreste als Treibstoff"
Mehr zum Biosprit E10
EU-Kommissar Oettinger erläutert die Pläne: "Dieser Vorschlag wird neue Anreize für Biokraftstoffe mit optimaler Klimabilanz setzen." Dazu zählt Sprit aus Abfall, Stroh oder Algen. Da die Produktion dieser Stoffe keine Felder mit Nahrungsmitteln oder ökologisch wichtige Regenwälder und Feuchtgebiete zerstört, gelten sie als klimafreundlicher. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel formulierte es so: "Wir brauchen die Bioenergie der zweiten Generation. Die Pflanze als Nahrungsmittel, Pflanzenreste als Treibstoff."

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Herstellung von hochprozentigen Spirituosen in einer Brennerei
Biokraftstoff aus regionalen Schnapsbrennereien
Mehr zum Forschungsprojekt der FH Münster
Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Münster befasst sich genau mit diesem Problem und hat einen interessanten Lösungsvorschlag: Landschaftliche Brennereien sollen die anfallenden Rest- und Abfallstoffe vermehrt für die Herstellung von Biokraftstoff nutzen. Abfall- und Reststoffe von beispielsweise Kartoffeln oder Getreide, die für hochprozentige Spirituosen verwendet werden, könnten in die Rohstoffbasis von Bioethanol und eventuell auch Butanol einbezogen werden.
Stand: 22.10.2012, 09.24 Uhr
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