UN-Klimakonferenz in Durban: Unzureichender Klimaschutz?
Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban haben ein geteiltes Echo hervorgerufen. Nach zähem Ringen hatte die UN-Konferenz einen Fahrplan für ein neues globales Klimaschutzabkommen ab dem Jahr 2020 beschlossen. Klimaexperten kritisierten die Beschlüsse als unzureichend.
Die Delegierten aus mehr als 190 Staaten vereinbarten, bis zum Jahr 2015 ein verbindliches neues Abkommen auszuhandeln, das nach der Ratifikation durch die Mitgliedsstaaten im Jahr 2020 wirksam werden soll. Damit keine Lücke entsteht, soll das im kommenden Jahr auslaufende Kyoto-Protokoll fortgeschrieben werden.
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Folge des Klimawandels: Das Abschmelzen von Gletschern und Eisbergen (Fotostrecke 1)
Abkommen bezieht auch USA, China und Indien mit ein
Anders als das Kyoto-Protokoll soll das neue Abkommen auch die USA und große Schwellenländer wie China und Indien einbeziehen. Einzelheiten wie Vorgaben zur Reduzierung von Treibhausgasen blieben vorerst aber offen. Sie sollen später auch auf der Grundlage neuer Berichte des Weltklimarats IPCC festgelegt werden.

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Aktion des WWF zur Klimakonferenz: Kinder am Strand von Durban vor einer stilisierten Erde
Heftig umstrittener Kompromiss
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigte sich enttäuscht. Weder die Beschlüsse zum Kyoto-Protokoll noch der Fahrplan für ein neues Abkommen seien ausreichend, um die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, erklärte Klimaexperte Martin Kaiser. Das neue Abkommen werde "kaum rechtlicht bindend sein".
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Folge des Klimawandels: Dürre (Fotostrecke 2)
Wegweisender Erfolg?
Beteiligte Politiker wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) oder Klimakommissarin Connie Hedegaard sprachen dagegen von einem wegweisenden und großen Erfolg. Die nächste Klimakonferenz findet vom 26. November bis 7. Dezember 2012 in Katar statt, in enger Zusammenarbeit mit Südkorea.
Audios
Stand: 12.12.2011, 07.00 Uhr
WDR 2 Weltzeit spezial
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Audios zum Thema
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