Therapie oder nur Esoterik?: Hype um Hypnose
Gegen Burnout, Flugangst, beim Abnehmen oder bei Schlafstörungen - Hypnose soll bei vielem helfen. Doch ob sie tatsächlich wirkt, dafür gibt es keine Garantie.
Nicht jeder Patient ist hypnotisierbar. Nur etwa die Hälfte der Patienten spricht überhaupt darauf an. Damit bleiben viele, bei denen Hypnose nicht wirkt. Und ohne ordentliche Betreuung kann sie sogar schaden.

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Der "hypnotische" Blick ist eine Redensart, tatsächlich sind Hypnosetechniken in einer Ausbildung erlernbar
Mit Hilfe der Hypnose gegen Süchte und Ängste ?
Audio
- Audio: Hypnose: ein ganz natürlicher Zustand – angewandt vielfach bei Angstzuständen (21.10.2012) Bernhard Trenkle / Heike Knispel, WDR 2 am Sonntag
Bei der Hypnose versetzen Therapeuten ihre Patienten in einen tranceähnlichen Zustand. Das soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und dabei helfen, Ängste, Traumata sowie Süchte zu bewältigen, erkläutert Helga Hüsken-Janßen, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH).
Wirkung allein ist begrenzt
Die Wirkung von Hypnose allein hält Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité, aber für begrenzt. Der Patient müsse selbst an der Lösung seiner Probleme arbeiten. Hypnose könne deshalb nur ein Baustein einer Behandlung sein.
Krankenkassen zahlen Hypnose nur in Verbindung mit Therapie
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Hypnose nur in Verbindung mit einer Verhaltens- oder Schmerztherapie bei einem Psychotherapeuten. Auch sollten die Erwartungen nicht zu hoch sein. "Die Wirkung von Hypnose ist wissenschaftlich sehr gut belegt. Sie ist aber nicht für jeden Patienten geeignet", sagt Thomas Loew, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Ärztliche Hypnose und Autogenes Training.
Stand: 21.10.2012, 11.47 Uhr
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