Energie-Trend: Mein Haus, mein Windrad
Immer mehr Hauseigentümer legen sich eine Klein-Windanlage zu, um ihren eigenen Strom zu produzieren. Experten schätzen, dass es inzwischen schon etwa 500 in NRW sind. Ein Windradbesitzer ist Jürgen Hovemann aus Erwitte.

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Kleinwindräder auf einem Solardach
Lautlos drehen sich die Flügel des Kleinwindrades. Vor einem Jahr hat Jürgen Hovemann die Anlage auf seinem Garagendach installiert. Den 46-jährigen Schlosser fasziniert diese Technik. Und offenbar nicht nur ihn.
Futuristischer Rührbesen
Audio
- Audio: Strom aus Windkraft, frisch vom eigenen Hausdach (25.09.2012) Catherine Jaspard, WDR 2 Mittagsmagazin
Viele Menschen bleiben interessiert davor stehen und erkundigen sich etwa danach, welche Leistung die Anlage bringt. Manche sagen, es sehe futuristisch aus. Das Windrad ähnelt dem Rührbesen eines Handmixers.
Sturm kann kommen
Vier Jahre lang hat sich Jürgen Hovemann genau informiert und schließlich 7.500 Euro in sein Windrad investiert. Die dazugehörige Technik unter seinem Garagendach ist übersichtlich. Für eventuelle starke Stürme fühlt er sich gut gerüstet. Dann könne er auf Null schalten, damit durch die hohe Drehzahl nicht zum Beispiel Flügel abbrechen, sagt er.
In Wohngebieten genehmigungspflichtig
Da er unter der Grenzhöhe von zehn Metern geblieben ist, brauchte Hovemann keine Baugenehmigung. Das gilt allerdings nur für den ländlichen Raum. In Wohngebieten sind Kleinwindanlagen genehmigunspflichtig.
Enorme Nachfrage
Die Nachfrage steigt enorm. Immer mehr Menschen wollen auf diese Art ihren eigenen Strom produzieren. Es gebe ein sehr großes Interesse, bestätigt Anja Aster von der EnergieAgentur.NRW, einem öffentlich finanzierten Beratungsunternehmen.
250 Euro im Jahr gespart
Das Windrad von Jürgen Hovemann hat innerhalb eines Jahres knapp 1.000 Kilowatt-Stunden produziert. Das entspricht 250 Euro Ersparnis und ist mit einem Viertel des Jahresbedarfs von Hovemanns vierköpfiger Familie nicht ganz so viel, wie er erwartet hatte.
Stand: 25.09.2012, 12.18 Uhr
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