Mit Navigationsgerät unterwegs in NRW Hier irrt das Navi

Wer sich blind auf sein Navigationssystem verlässt, wird nicht selten in die Irre geführt. An manchen Orten in NRW passiert das regelmäßig - mit teils fatalen Folgen. Auf unserer Karte sind einige dieser Punkte zu finden.


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Familie Kipp aus Ibbenbühren hat ein Problem: Seitdem der Privatweg, der zu ihrem Hof führt, als Durchgangsstraße in das Kartenmaterial für Navigationssysteme aufgenommen wurde, ist es mit der Ruhe vorbei. Jeden Tag werden die Autos direkt am Haus der Kipps vorbeigeführt. Und das, obwohl der Weg über die Felder deutlich länger ist als der über die Hauptstraße. Bis die Daten angepasst werden, kann es Monate dauern.

 
 

LKW auf der Schotterpiste

Das ist kein Einzelfall. Auf dem Schotterweg, der zum Hof eines Landwirtes in Marl führt, sind schon so einige LKW-Fahrer gestrandet. Sie wurden von der B 225 auf die kleine Piste, die zum Hof führt, geleitet. Mehrere LKW blieben dort stecken und brauchten Hilfe.

Tödlicher Unfall an Fähranleger

In einigen Fällen ist es auch schon zu schweren Unfällen gekommen, weil Autofahrer von ihren Navigationsgeräten in die Irre geleitet wurden. Ein LKW-Fahrer kam ums Leben, weil er sich offenbar auf die Angaben seines Navigationsgerätes verließ, das die Zufahrt zu einer Fähre in Köln-Merkenich als durchgehende Landstraße ausgewiesen hatte. An derselben Stelle war bereits zuvor ein Autofahrer in den Rhein gefahren. Er und sein Beifahrer konnten sich allerdings retten.

Der kürzeste Weg ist nicht immer der beste

Eher kurios ist der Fall eines Autofahrers, der im tief verschneiten Rothaargebirge mit Hilfe seines Navis den kürzesten Weg suchte. Der führte allerdings über unpassierbare Wege, so dass der 20-Jährige sich festfuhr und abgeschleppt werden musste. Ähnlich kurios ist der Fall eines LKW-Fahrers, der unfreiwillig eine noch nicht freigegebene Verlängerung der A 33 einweihte: Er ließ sich von seinem Navi am Autobahnkreuz Bielefeld auf die noch im Bau befindliche Strecke leiten. Immerhin: befahrbar war die Straße schon. Für einen Mann aus dem Münsterland endete eine Autofahrt mit Navi in einer Baugrube der Stadtwerke im Stadtteil Dorsten. Da die Grube umgesichert war, musste die Stadt für einen Teil des Schadens haften.


Stand: 29.08.2012, 11.53 Uhr