Klever Schwimmbad sperrt Sprungtürme: Gefährliche Mutproben
Der Sprung vom 10-Meter-Brett im Freibad ist ein einzigartiges Gefühl - und bei Jugendlichen eine beliebte Mutprobe. Immer wieder kommt es zu Unfällen. Im einem Klever Freibad bleibt der 10er nun geschlossen.

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Ein Sprung ins Wasser: In Kleve vorerst nur noch aus geringer Höhe möglich
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- Audio: Nach Unfällen: Zwei Sprungtürme in Klever Schwimmbad gesperrt (01.08.2012) Annette Wieners / Ludger Kazmierczak, WDR 2 Mittagsmagazin
Vor dem 3- und 5-Meter-Brett im Klever Freibad Sternbusch stehen die Kinder und Jugendlichen Schlange. Die Sprungtürme sind eine der Attraktionen des Schwimmbades. Doch der 10er und der 7er bleiben in diesen Tagen geschlossen. Ein Schild weist darauf hin, für die vielen niederländischen Gäste auch noch einmal auf Holländisch: "gesloten". Viele verhinderte Springer sind enttäuscht. "Das ist schade, denn von da oben Springen ist natürlich Klasse" bedauert ein niederländischer Jugendlicher.
"Die Leute sind sich der Gefahr nicht bewusst"
Aber es gibt auch solche, die hinter der Entscheidung des Schwimmbadbetreibers, der Klever Stadtwerke, stehen: "Für die Kinder sind zehn Meter viel zu hoch, drei Meter reichen völlig. Ich finde die Sperrung korrekt, erst recht, wenn es so voll ist." Auch unter Aufsicht seien Unfälle bei solchen Sprüngen ein nicht auszuschließendes Risiko. Zwei schwere Unfälle hatte es in dieser Saison in Kleve gegeben, in einem Fall erlitt das Opfer einen schweren Wirbelbruch. Die Zahl der Brust und Wirbelverletzungen habe deutlich zugenommen, sagt Schwimmmeister Harald Reintjes. "Die Leute sind sich der Gefahr nicht bewusst, aber es wirken doch schon ziemliche Kräfte auf den Körper ein, wenn man aus zehn Metern auf die Wasseroberfläche auftrifft." Beim Sprung aus 10 Metern Höhe wirkt das drei- bis vierfache des eigenen Körpergewichts auf die Springer. Bis auf Weiteres, wahrscheinlich sogar bis zum Ende der Saison, bleiben der 10er und der 7er im Klever Sternbuschbad daher gesperrt.
Stand: 01.08.2012, 14.22 Uhr
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