Badestrände in Europa: In privater Hand
Urlaub - das ist für die meisten Urlaub am Meer. Küsten zum Baden hat Europa auch in gewaltiger Länge anzubieten. Allerdings sind immer mehr Strände, wie in Italien, in privater Hand.
Im von der Schuldenkrise gebeutelten Italien wird der Ausflug ans Wasser für viele immer schwieriger. Italien und seine Inseln verfügen über 8.000 Kilometer Küste, davon gelten 900 Kilometer als Badeküste. Diese sind jedoch über 60 Prozent in der Hand privater Seebadbetreiber.

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Ordentlich aufgereiht: Sonnenschirme eines Privatstrandes bei Monterosso al Mare
Italien: der "caro ombrellone" wird günstiger
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- Audio: Immer mehr private Strände in Italien (27.07.2012) Darne Wilsdorff, WDR 2 Westzeit
Ein kostenloser oder zumindest günstiger Platz ohne den "caro ombrellone", den teuren Sonnenschirm, ist da kaum zu finden. Allerdings zwingt die Krise die Betreiber zum Umdenken: Nach Jahren der Verteuerung müssen sie nun Badegäste vermehrt mit Sonderangeboten locken.
Frankreich: "liberté" am Strand
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- Audio: Ein Fünftel der Strände in Frankreich darf kommerziell genutzt werden (27.07.2012) Kai Clement, WDR 2 Westzeit
Der Zugang zum Strand ist frei, also auch kostenfrei - so steht es in Frankreichs Küstengesetz. Ausnahmen sind nur aus drei Gründen zulässig: Sicherheit, nationale Verteidigung und Umweltschutz. Eine Verordnung aus dem Jahre 2006 regelt genau, wieviel Strand zur privaten und kommerziellen Nutzung offensteht. Es handelt sich insgesamt nur um ein Fünftel der Fläche und Länge eines jeweiligen Strandes. Auch wenn an exklusiven Badeorten wie in Cannes an der Croisette auch einmal der Eindruck entstehen kann, der Strand sei fest in der Hand teurer Badeclubs.
Ostsee: Vor dem Sonnen steht die Kurtaxe
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- Audio: Ostsee: Keine Eigentumsverhältnisse am Strand - Kurtaxe gilt der Pflege der Seebäder (27.07.2012) Gerhild Wolf, WDR 2 Westzeit
Hunderte Kilometer helle Sandstrände hat Mecklenburg-Vorpommern zu bieten. Laut Wassergesetz darf jedermann den Strand betreten ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Wer sich aber am Strand eines Ostseebades sonnen will, muss mit der Kurtaxe rechnen - bis zu zwei Euro pro Tag und Badegast können dies werden. Allerdings wird die Kurtaxe von der öffentlichen Hand erhoben und für die Pflege und die Sauberkeit der Strände verwendet, es handelt sich also nicht um einen Eintritt für einen privaten Strandclub. Und: Abseits der Seebäder ist das Sonnen und Baden frei.
Spanien: "sol y playa" für alle
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- Audio: Lebensfundament des spanischen Sommers: Sonne und Strand - für alle! (27.07.2012) Daniel Sulzmann, WDR 2 Westzeit
In Spanien ist es völlig unüblich, jemandem den Zutritt zum Strand zu verweigern - weder an der Mittelmeer- noch an der Atlantikküste und auch nicht auf den vielen Inseln. Jeder, ganz gleich ob Einheimischer oder Tourist, kann sich am Strand aufhalten, solange er sich benimmt. Häuser, die illegal auf Grundstücken am Strand oder in Strandnähe gebaut worden sind, wurden in den letzten Jahren sogar wieder abgerissen.
Stand: 27.07.2012, 00.00 Uhr
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