Callgirl-Affäre: Prominente Randfigur
Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn soll heute in der sogenannten Callgirl-Affäre vor die Ermittler treten: Der Sozialist soll nach Medienberichten seine Treffen mit Prostituierten in mehreren Pariser und New Yorker Luxushotels erklären.
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- Audio: Strauss-Kahn: Hat er an gesponserten Sex-Parties teilgenommen? (21.02.2012) Johannes Duchrow, WDR 2 Der Tag
- Audio: Strauss-Kahn soll zu Callgirl-Affäre befragt werden (21.02.2012) Johannes Duchrow, WDR 2 Morgenmagazin
Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn steckt tief im Dickicht immer neuer Affären und Ermittlungen. Der 62-Jährige fuhr am Dienstag in einem Wagen mit getönten Scheiben vor einer Gendarmerie-Kaserne der nordfranzösischen Stadt Lille vor, um sich als Verdächtiger in einer Callgirl-Affäre zu äußern. Er wurde dazu formell in Polizeigewahrsam genommen, aus dem er nach Justizangaben spätestens nach 48 Stunden entlassen werden muss. In begründeten Einzelfällen kann die Frist verlängert werden.

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Dominique Strauss-Kahn beim Interview mit dem französischen Sender TF 1 (18.09.2011)
Tief im Dickicht von Affären und Ermittlungen
Strauss-Kahn steht unter dem Verdacht der möglichen Beteiligung an "bandenmäßiger Zuhälterei" sowie einer Beihilfe zur Veruntreuung von Firmenmitteln. Bei der Affäre geht es vor allem um die Frage, ob der frühere Chef der Weltfinanzorganisation bei seiner Teilnahme an gesponserten Sex-Partys in Paris, Brüssel und Washington wusste, dass die Teilnehmerinnen Prostituierte waren. Sollten die Ermittler Hinweise darauf finden, droht ihm ein Anklageverfahren. Er selbst bestreitet das energisch, gibt aber die Teilnahme an "freigeistigen Treffen" zu.
Wie wurden die Sex-Parties finanziert?
Die zweite Frage im Zentrum der Vernehmungen ist die Finanzierung der Sex-Partys. Sie wurden von Getreuen des 62-Jährigen organisiert - einer von ihnen rechnete sie über seine Firma ab. Sollte Strauss-Kahn über die betrügerischen Machenschaften informiert gewesen sein und gegebenenfalls auch illegale Gegengeschäfte in Aussicht gestellt haben, droht ihm eine Anklage wegen Veruntreuung. Den Prostituierten wurden nach Medienberichten 500 bis 1.600 Euro pro Party gezahlt.
Stand: 21.02.2012, 18.09 Uhr
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