Diebstahl im Vatikan: "Nicht einschüchtern lassen"
Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone hat die Weitergabe vertraulicher Dokumente aus dem Vatikan als "zweckdienliche Angriffe auf den Papst" bezeichnet. Solche Attacken habe es immer schon gegeben, sagte er am Montagabend in einem Interview. Diesmal seien sie aber "gezielter, manchmal auch grausam, zerfleischender und organisiert". Jedoch lasse sich Papst Benedikt XVI. "gewiss nicht einschüchtern von derlei Angriffen", sagte Bertone.
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Italienische Polizisten stehen auf dem Petersplatz in Rom (Fotostrecke 1)

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Der Kammerdiener Paolo Gabriele (vorne) und Papst Bendikt XVI am 23. Mai 2012 vor dem Vatikan
Zeitung wurden angeblich Schreiben "zugespielt"
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- Audio: Entsetzen im Vatikan: dem Kammerdiener des Papstes droht das Gefängnis (05.06.2012) Heike Knispel / Tilmann Kleinjung, WDR 2 Zwischen Rhein und Weser
Erst am vergangenen Wochenende waren in der als "Vatileaks" bekannten Enthüllungsaffäre weitere vertrauliche Dokumente aus dem Vatikan publik geworden. Eine italienische Tageszeitung berichtete, ihr seien von einem anonymen Informanten drei weitere Schreiben zugespielt worden. Vor rund anderthalb Wochen hatte man den Kammerdiener des Papstes unter dem Vorwurf festgenommen, Dokumente aus dem Vatikan gestohlen zu haben.
Privatspähre des Papstes verletzt
"Das Traurigste an diesem Geschehen und an diesen Taten ist die Verletzung der Privatsphäre des Heiligen Vaters und seiner engsten Mitarbeiter", sagte Bertone, der sich erstmals direkt zu den "Vatileaks"-Vorfällen äußerte. Doch alle, die derzeit um den Papst herum seien und mit ihm arbeiteten, würden von seiner "großen moralischen Kraft" unterstützt.
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Stand: 05.06.2012, 07.53 Uhr
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