IAEA-Besuch im Iran Atomgespräche gescheitert

Die UN-Atombehörde IAEA hat ihre Gespräche mit dem Iran für gescheitert erklärt. In einer ungewöhnlich scharf formulierten Note wies die Behörde am Mittwoch (22.02.2012) darauf hin, dass ihren Inspektoren der Zugang zu der Militäranlage Parchin verwehrt worden sei.


Die IAEA vermutet dort eine Kammer für Explosionstests, was auf die Entwicklung von Kernwaffen hinweisen könnte. IAEA-Chef Yukiya Amano sagte, die Weigerung sei enttäuschend. Seiner Sprecherin zufolge sind keine weiteren Treffen angesetzt.


Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukia Amano
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Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukia Amano

Keine Einigung über weitere Gespräche

"Während der ersten und zweiten Diskussionsrunde hat das Behörden-Team um einen Zugang zu der Militäranlage in Parchin gebeten", hieß es in der IAEA-Erklärung. Der Iran habe dies jedoch nicht genehmigt. Gegenwärtig gebe es keine Einigung über weitere Diskussionen.


Iranische Geistliche schauen auf die erste vom Iran modifizierte Kurzstreckenrakete Shahab-1 in einer unbekannten Region des Iran

Chamenei: "Atomarbeiten nicht zu stoppen"

Der Iran wird verdächtigt, nach Kernwaffen zu streben. Die islamische Republik weist dies zurück und hat erklärt, sein Atomprogramm diene rein zivilen Zielen. Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, sagte im Mittwoch im Staatsfernsehen nach der Erklärung der IAEA, sein Land halte an dem Programm fest. "Kein Hindernis kann die Atomarbeiten des Irans stoppen."

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Stand: 22.02.2012, 07.11 Uhr