48. Münchner Sicherheitskonferenz: Konfrontation statt Kooperation
Spitzenpolitiker aus rund 60 Ländern haben sich an diesem Wochenende in München zur 48. Sicherheitskonferenz getroffen. Auf der Tagesordnung stand der Atomkonflikt mit dem Iran ebenso wie die Sicherheit des Internets. In globalen Sicherheitsfragen lagen Russland und der Westen aber eher über Kreuz.
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Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, begrüßt die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman (Fotostrecke 1)
Russland blockiert Syrien-Resolution
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- Audio: Sicherheitskonferenz in München: Syrien und die Diskussion um die globale Sicherheit (05.02.2012) Heike Knispel / Thomas Nehls, WDR 2 am Sonntag
Russland sagte "Njet" zu einer klaren Antwort der Weltgemeinschaft auf die syrische Gewaltherrschaft und demonstrierte damit nach Ansicht von Konferenzteilnehmern ein Verhalten wie im Kalten Krieg. Alle Bemühungen von US-Außenministerin Hillary Clinton, ihren russischen Kollegen Sergej Lawrow am Samstag (04.02.2012) noch umzustimmen, schlugen fehl. Syrien ist ein alter Verbündeter Russlands im Nahen Osten und ein guter Waffenkunde.
Bankrotterklärung der Politik"
Im Iran-Konflikt rief der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, zu neuen Initiativen auf. Am Ende von Sanktionen dürfe nicht ein Krieg stehen, sagte Ischinger. Das wäre eine "Bankrotterklärung der Politik". Daher sollte neben Sanktionen auch ein Dialogangebot an Teheran stehen.
Neue Büchse der Pandora?
Der scheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erläuterte am Beispiel Griechenlands, dass Sicherheit auch in einem anderen Sinne kostspielig sein könne. Er warnte vor kaum vorstellbaren Folgeschäden: "Wenn Griechenland fällt, öffnen wir eine neue Büchse der Pandora. Es geht nicht nur um Griechenland, sondern um Europa."
Eindringliche Rede der Friedensnobelpreisträgerin
Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman versuchte mit dramatischen Worten die Dringlichkeit für ein schärferes Vorgehen gegen Syrien deutlich zu machen. "Der Krieg von Baschar al-Assad gegen sein Volk ist ein Krieg gegen die Menschlichkeit, und seine Gräueltaten sind eine Provokation für das menschliche Gewissen", sagte Karman.
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Stand: 05.02.2012, 13.55 Uhr
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