NRW

NRW Panorama mit Sehenswürdigkeiten des Landes

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Aachen und die Region

Monschau
  • Aachen: Ermittlungen nach Schlägerei

    In Aachen sorgt momentan ein Polizeieinsatz in der Nacht zum Dienstag für Aufsehen. Jugendliche werfen mehreren Polizisten vor, unangemessen gewaltsam gegen einen 18- und einen 19-Jährigen vorgegangen zu sein. Bei dem Einsatz auf einer Geburtstagsfeier war es zu Auseinandersetzungen gekommen, bei denen ein junger Mann und ein Polizist verletzt wurden.

  • Düren: Weitere Anzeigen nach Scheibenschüssen

    Nachdem am Karnevalswochenende ein Unbekannter im Kreis Düren auf Scheiben von Fahrzeugen, zwei Autohäusern und einer Fahrschule geschossen hat, sind weitere Anzeigen bei der Polizei eingegangen - insgesamt sind es jetzt 14. Verletzt wurde niemand. Der Schaden soll mittlerweile in die Zehntausende gehen. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen.

  • Eschweiler: 800 Kilogramm Aluminium gestohlen

    In Eschweiler sind 800 kg Aluminuim von einem Firmengelände gestohlen worden. Die Täter haben offenbar das Karnevalswochenende genutzt, um ungestört auf das Gelände zu kommen. Ihre Beute: Zahlreiche Aluminiumstangen, Bleche, Winkel und Rohre.

  • Jülich: Eröffnung Photovoltaik-Technikum

    Das Jülicher Forschungszentrum will in den nächsten Jahren Technologien entwickeln, um noch mehr Energie aus Sonne gewinnen zu können. In einem am Mittwoch eröffneten Labor - dem Photovoltaik-Technikum - werden neue Materialien und deren Eigenschaften untersucht. In rund zehn Jahren soll es dann möglich sein, nicht nur auf Dächern Sonnenlicht einzufangen, sondern beispielsweise auch auf Hauswänden.

  • Düren: FH-Aachen erarbeitet Verkehrskonzept für den Kreis

    Wie viele Autos werden 2025 im Kreis Düren unterwegs sein und was wird aus dem Öffentlichen Nahverkehr? Das soll eine Studie klären, die die Fachhochschule Aachen für den Kreis Düren erstellen wird. Im Mittelpunkt steht dabei, wie man Auto-, Bus-, Bahn- und Radfahren sinnvoll miteinander verbinden kann. Dazu gehört auch das Thema "Weiterentwicklung der Elektromobilität". Erstes Ziel der Langzeitstudie ist aber ein neues Konzept für die Parkplatzsituation rund um das Kreishaus.

Bergisches Land

Die Schwebebahn in Wuppertal
  • Ermittlungen laufen auf Hochtouren

    In Wuppertal ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Verantwortlichen der Sankt-Anna-Klinik weiter im Fall der drei schwer verletzten Frühgeborenen. Die Babys hatten bei einer Augenuntersuchung eine viel zu hoch dosierte Arznei erhalten und Verätzungen an den Augen erlitten. Inzwischen kommen immer neue Details des Vorfalls vom 7. Februar ans Licht. Nach Aussage des Kliniksprechers konnten die Mediziner erst auf den zweiten Blick erkennen, dass die Rezeptur falsch war. Das heißt, sie widmeten sich erst den Mengenangaben auf dem Fläschchen, als die Kinder schreiend auf die ätzende Flüssigkeit reagierten. Die Staatsanwaltschaft hat die fragliche Arznei beschlagnahmt und untersucht. Das Ergebnis bestätigt die ersten Angaben, dass ein Konservierungsmittel darin in 1000-mal höherer Konzentration enthalten war als üblich.

  • Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

    Bei dem Großbrand vergangenen Donnerstag in Wuppertal-Cronenberg gehen Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen von Brandstiftung aus. Vermutlich seien Zigaretten unsachgemäß entsorgt worden. Bei dem Brand war ein kompletter Gewerbebetrieb abgebrannt. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt mindestens sechs Millionen Euro.

  • Ärger um Sana-Tarif

    "Das Remscheider Sana-Klinikum begeht Tarifflucht", so der Vorwurf der Gewerkschaft Ver.di. Ende Januar hatte das Unternehmen die ordentliche Mitgliedschaft im kommunalen Arbeitgeberverband gekündigt und will nur noch Gastmitglied sein. Das hätte auch Auswirkungen auf den Tarifvertrag. Die Betriebsratsvorsitzende des Klinikums fürchtet zum Beispiel, dass viele Mitarbeiter dadurch finanziell schlechter da stehen.

  • Starenkasten gestohlen

    Das "Recht am eigenen Bild" haben unbekannte Täter in Velbert offenbar zu wörtlich genommen. Auf der A 535 fehlt nämlich ein Starenkasten. Laut Polizei müssen die Diebe den Mast der Blitzanlage mit einer Art Motorsäge abgetrennt haben. Dann nahmen sie die komplette Anlage mit - also Mast, Kamera und technisches Zubehör - alles in allem ein Wert von rund 70.000 Euro.

  • Umwelt-Minister in Wuppertal

    Landes-Umweltminister Johannes Remmel hat sich heute (22.02.12) in Wuppertal über den Hochwasserschutz informiert. Unter anderem ging es um ein neues Regenrückhaltebecken, das der Wupperverband in Wuppertal-Ronsdorf gebaut hatte, um Überschwemmungen in der Haddenbach in Remscheid zu verhindern. Wegen des Klimawandels rechnen Experten in Zukunft häufiger mit heftigen Niederschlägen.


Münsterland

Zentrum der Stadt Münster
  • Heindel gegen Spahn-Pläne

    Kritik an Vorsorgeverschärfung: Der Leiter des Mammographiezentrums an der münsterschen Uni-Klinik, Walter Heindel ist zwar von den Vorteilen der Krebsvorsorge überzeugt. Von Überlegungen, Vorsorgemuffel zur Kasse zu bitten, hält er dagegen gar nichts. Das hatte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn aus Ahaus vorgeschlagen. Dazu sagte Heindel dem WDR: "Aus meiner Sicht ist eine reine Bestrafung bei Früherkennung nicht der richtige Weg, und als Mediziner, als Arzt muß ich einfach sagen, es gibt einzelne Patienten, die schicksalhaft erkranken, es gibt Krankheits-Tumorarten, wo wir keine Chancen haben, das früh zu erkennen, und diese Menschen müssen wir in einer sozialen Gesellschaft aufnehmen und genau so gut versorgen wie alle anderen, bei denen wir die Chance haben, es früher zu finden.“

  • Beratungen über Rathaussanierung

    Wie geht es weiter mit dem maroden Rathaus in Gronau? Mit dieser Frage beschäftigen sich heute (22.2.2012) die Politiker im Hauptausschuss - in einem Nebenraum. Der reguläre Sitzungssaal ist nach einem Asbest-Fund gesperrt. Im Sitzungssaal war in zwei Staubproben Asbest nachgewiesen worden. Um zu überprüfen, ob das krebserregende Gift auch in der Raumluft vorhanden ist, gibt es nun weitere Messungen. Die Ergebnisse sollen Ende der Woche vorliegen. Bis dahin ist der Raum gesperrt. Auch im Großraumbüro der Verwaltung wurde in einer Staubprobe Asbest gefunden, allerdings nicht in der Raumluft. Darum kann die Verwaltung das Büro weiter nutzen. Weil das Gebäude aus den 70er Jahren aber auch energetisch dringend saniert werden muss, beraten die Politiker schon länger darüber, ob sich das überhaupt noch lohnt. Die Alternative: Das Rathaus müsste abgerissen und neu gebaut werden.

  • Schwarze Schafe unter Beamten

    Eigentlich sollten Beamte zum Wohle der Allgemeinheit wirken und nicht in eigene Tasche wirtschaften. Genau deshalb aber mussten sich heute zwei Staatsdiener vor dem Landgericht in Münster verantworten. Das erste schwarze Schaf war Gerichtsvollzieher in Rheine. Statt die von Schuldnern eingetriebenen Gelder an die Gläubiger weiterzuleiten, steckte der Mann das Geld aber in eigene Tasche - unter anderen um seinen Alkoholkonsum zu finanzieren, wie er heute vor Gericht gestand. Das zweite schwarze Schaf weidete im Finanzamt Borken. Der 36-jährige Steuerinspektor leitete mindestens 400.000 Euro in die eigene Tasche um. Sein Motiv: Schulden und verschiedene Anschaffungen wie etwa eine Ferienwohnung auf Rügen. Vier Jahre lang hat er jetzt Gelegenheit, in der Haft über Steuerfragen nachzudenken.

  • Üben für den Ernstfall

    Gelungene Probe für den Ernstfall: So hat der Kreis Steinfurt heute (22.2.2012) eine Großübung bewertet. Dabei hatten rund 1.500 Helfer im vergangenen November geübt, wie sie mehr als 100 Verletzte nach einem Zugunfall in einem Eisenbahntunnel in Lengerich bergen können. Probleme gab es allerdings mit Funkverbindungen aus dem Tunnel.

  • Antiquitäten-Tage in Münster

    Antiquitäten-Fans zieht es ab heute (22.2.2012) nach Münster zu den Kunst- und Antiquitätentagen in die Halle Münsterland. Zuvor haben Experten alle 30.000 Objekte auf ihre Echtheit überprüft. Karl Brunnarius erklärt, warum Exponate aussortiert werden: "Dann stimmen entweder die Proportionen des Möbels nicht. Oder es ist Holz verwandt worden, was in dieser Zeit gar keine Verwendung finden konnte. Oder, was am häufigsten ist, die alten Hozverbindungen sind nur mit sehr viel Arbeit wieder herzustellen. Und der moderne Fälscher spart dann häufig daran - was einem Sachverständigen wiederum sehr einfach macht, das heraus zu finden." Der Eröffnungsabend heute ist nur für geladene Gäste. Von morgen bis Sonntag können dann alle die Messe besuchen.

Ostwestfalen-Lippe

Wewelsburg
  • Schwerer Arbeitsunfall in Eisengießerei

    In einer Bielefelder Eisengießerei ist Mittag ein Ofen explodiert. Drei Menschen sind dabei verletzt worden – einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Der Schaden wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. In dem Ofen war rund eine Tonne heißer, flüssiger Stahl. Bei der Explosion schoss die Flüssigkeit rund 8 Meter durch das Hallendach. Die drei verletzten Arbeiter standen in unmittelbarer Nähe des Ofens. Einer von ihnen musste mit schwersten Verbrennungen in eine Spezialklinik nach Dortmund ausgeflogen werden. Warum der Ofen explodierte, ist unklar. Momentan ermitteln Sachverständige der Kriminalpolizei und des Amtes für Arbeitsschutz. Auch die Inhaber der Eisengießerei können sich die Explosion nicht erklären.

  • Trauerfeier für Nelli Graf

    Tiefe Trauer herrschte am Mittwoch in Halle im Kreis Gütersloh. Etwa 500 Menschen nahmen in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von der ermordeten Nelli Graf. "Wir verstehen nicht, warum wir in einer Welt leben, in der Menschen andere umbringen." Die Worte von Pastor Friedrich-Karl Völkner sprachen vielen der Trauergästen in der überfüllten Haller Kirche aus dem Herzen. Völkner erinnerte an die Gewalttat, die Halle berührt und bewegt habe. Und er erinnerte an die Ungewissheit und Sorge, die die Familie Graf über Monate habe ertragen müssen. Auch Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann bot der Familie im Namen der Stadt Trost und Hilfe an. Nelli Graf war im Oktober entführt und getötet worden. Vor zwei Wochen wurde ihre Leiche entdeckt.

  • Seidensticker am Kapitalmarkt

    Das Bielefelder Familienunternehmen Seidensticker wagt mit einer Anleihe den Sprung auf den Kapitalmarkt. Der Textilfabrikant möchte rund 30 Mio. Euro von Privatanlegern einsammeln. Das Unternehmen brauche das Geld, um zu expandieren, hieß es auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. In den kommenden Jahren sollen bundesweit neue Seidensticker-Geschäfte entstehen, 32 gibt es bislang. Das Unternehmen erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 7,8 Mio. Euro.

  • Fastenzeit beginnt

    Die katholischen Kirchen in der Region haben die Fastenzeit mit Aschermittwochsgottesdiensten begonnen. Zahlreiche Gläubige erhielten das traditionelle Aschekreuz auf die Stirn, ein Symbol für Buße und Reinigung. Unter dem Motto „Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz“ hat auch die evangelische Kirche zu einer Fastenaktion aufgerufen. Die Menschen sollen dabei vor allem ihren Tagesablauf „entschlacken“.

  • Strompreise in OWL stabil

    Die Strompreise in OWL bleiben weitgehend stabil. Bundesweit wollen zum 1. März rund 180 Stromanbieter die Preise erhöhen. RWE Westfalen-Weser Ems im Kreis Minden-Lübbecke, die Stadtwerke Gütersloh und Eon Westfalen-Weser in Paderborn wollen ihre Preise halten. Allerdings erhöhen die Stadtwerke Bielefeld um etwa einen Cent pro Kilowattstunde. Bereits im Februar hatten die Stadtwerke Lemgo ihren Strompreis ebenfalls um einen Cent pro Kilowattstunde angehoben.

Rhein und Ruhr I

Zeche Zollverein in Essen
  • Rhein/Ruhr: Etwa jeder Zweite pendelt zur Arbeit

    Düsseldorf belegt Platz eins in der Pendlerstatistik. Laut Statistischem Landesamt kommen fast 60 Prozent der Beschäftigten von auswärts zu ihrem Arbeitsplatz in die Landeshauptstadt. Das sind rund 281.000 Pendler. In Essen sind es immerhin noch fast 47 und in Bochum fast 44 Prozent.

  • Bochum: Gericht urteilt über Kirchenschließung

    Immer noch wehren sich katholische Kirchengemeinden gegen die 96 Kirchenschließungen im Ruhrbistum. Mit Mahnwachen, Demonstrationen und Bittbriefen. Der Kirchenvorstand der Gemeinde Vierzehnheiligen in Bochum hat vor dem Verwaltungsgericht gegen die Bezirksregierung in Arnsberg geklagt. Sie hätte die Auflösung der Gemeinde nicht genehmigen dürfen. Der Kirchenvorstand sah sich übergangen. Er war nicht um Zustimmung zur Auflösung seiner Gemeinde gebeten sondern vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Die rechtlich vorgesehene Beteiligung habe es daher nicht gegeben. Die Klage wurde zurückgewiesen, denn ob es tatsächlich so war, konnten und wollten die Richter nicht beurteilen. Die Bezirksregierung in Arnsberg müsse sich auf das verlassen, was der Bischof ihr schreibe. Die Unterlagen seien alle vollständig gewesen. Eine inhaltliche Prüfung stehe der Bezirksregierung nicht zu, das würde die Kirchenautonomie verletzen. Es war das erste mal, dass ein Verwaltungsgericht über eine Kirchenschließung urteilen musste.

  • Rhein/Ruhr: Sozialpolitischer Aschermittwoch

    Am heutigen politischen Aschermittwoch melden sich auch die Kirchen an Rhein und Ruhr zu Wort - wenn auch nicht so deftig wie die politischen Parteien. Die Reden dienen nicht der Abrechnung mit dem politischen Gegner, sondern sollen zum Nachdenken anregen. Der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider und Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hatten in diesem Jahr eine Sozialwissenschaftlerin als Rednerin in die Essener Auferstehungskirche eingeladen. Nach Untersuchungen der Berliner Sozialwissenschaftlerin Jutta Allmendinger ist heute fast jede oder jeder vierte 15-Jährige funktionaler Analphabet. Das heißt, die Jugendlichen können zwar lesen, aber nicht verstehen, was sie gelesen haben. Das liegt nach Meinung der Wissenschaftlerin aber nicht an deren Intelligenz, sondern am schlechten Bildungssystem in Deutschland. Allmendinger forderte deshalb beim kirchlichen Aschermittwoch eine Bildungsreform. Nur so kann ihren Worten zufolge die Arbeitslosenquote langfristig niedrig gehalten werden.

  • Essen: Hygiene im Krankenhaus

    Sie sind winzig und können doch lebensgefährlich sein - die so genannten multiresistenten Keime. Weil sie vor allem für geschwächte Patienten in Kliniken gefährlich sind, befassen sich heute Mediziner am Uni-Klinikum Essen in einem Symposium mit dem MRSA-Keim und einem Hygienegesetz, das letzten Sommer eingeführt wurde. Trotz Gesetz ist die Zahl der Fälle an Rhein und Ruhr im vergangenen Jahr gestiegen. Bei mehr als 1.100 Patienten wurde der Erreger nachgewiesen. Der Leiter der Krankenhaus-Hygiene am Uni-Klinikum Essen, Professor Walter Popp, hat heute auf der Tagung Bilanz gezogen. Der Experte glaubt aber, dass bislang erst knapp die Hälfte der Kliniken an Rhein und Ruhr eigene Hygiene-Beauftragte eingestellt haben. Bei den Hygiene-Standards haben aber nahezu alle Krankenhäuser nachgezogen: sie achten zum Beispiel streng darauf, dass etwa bei der Verlegung von Venenkathetern sterile Handschuhe und Kittel getragen werden und alle Vorkehrungen in einem Hygiene-Plan festgehalten werden. In vielen Städten wie Mülheim, Krefeld und Essen wird mittlerweile auch jeder Patient vor der Einlieferung in die Klinik auf die Erreger getestet. Gegen die multiresistenten Erreger ist kaum ein Kraut gewachsen: sie sind resistent gegen nahezu alle Antibiotika. Kopfschmerzen bereiten den Hygienikern neue Erreger, die sich vor allem im Darm niederlassen und schwer zu bekämpfen sind. Betroffene merken zum Teil jahrelang nicht, dass sie diese Bakterien in sich haben, eines Tages brechen sie dann doch aus. Sie können zu schweren Blutvergiftungen führen und Atemwegsinfektionen hervorrufen. Auch hier gibt es bislang wenig Möglichkeiten sie zu behandeln, weil sie resistent gegen Antibiotika sind. Der beste Schutz vor den gefährlichen Keimen ist regelmäßiges, intensives Waschen und Desinfizieren der Hände. Das gilt für Patienten und vor allem für Mitarbeiter in Krankenhäusern.

  • Bochum: Wettbewerb für das Musikzentrum

    In Bochum sollen heute zwei Ausschüsse den Architektenwettbewerb für das geplante Konzerthaus auf den Weg bringen. Das Konzerthaus ist aber umstritten, denn es soll 33 Millionen kosten und Bochum ist hoch verschuldet. Knapp 15 Millionen sind bereits durch Spenden zusammen gekommen, Land und EU zahlen auch, die Stadt ist mit 2,4 Millionen dabei. Der Bochumer CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Franz sagt, dass auch seine Partei hinter dem Vorhaben der rot-grünen Koalition steht. Die Linke im Bochumer Rat will die Symphoniker zwar nicht abschaffen, aber die Fraktion ist gegen das neue Konzerthaus. Baubeginn soll im Winter sein. Bis zum 31. Mai müssen aber noch drei Millionen Euro Spenden gesammelt werden.


Rheinland

Panorama von Bonn mit dem Rhein und dem Posttower
  • Ryanair startet bald in Köln-Bonn

    Jetzt geht der Kampf um preiswerte Flugtickets wieder los - Mitte Mai startet am Köln-Bonner Flughafen Ryanair, Europas Billig-Flieger Nummer 1. Sechs Mal in der Woche fliegt er an die Costa Brava und täglich nach Palma de Mallorca. Ryanair will pro Jahr 200.000 Passagiere von Köln-Bonn aus befördern.

  • Wechsel an der Kölner CDU-Spitze

    Der Kreisverband der Kölner CDU steht vor einem Wechsel. Der bisherige Vorsitzende Jürgen Hollstein erklärte, dass er sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellen werde. Er hat als seine Nachfolgerin Andrea Verpoorten vorgeschlagen. Die Landtagsabgeordnete will Ende März auf der Mitgliederversammlung als Vorsitzende kandidieren.

  • Postmitarbeiter-Protest in Bonn

    Im Tarifstreit mit der Post hat die Gewerkschaft Verdi eine Protestaktion für Post-Mitarbeiter organisiert. Es sind Mitarbeiter, die beim technischen Service der Post beschäftigt sind. Die rund 700 Mitarbeiter warten zum Beispiel die Post-Packstationen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem sieben Prozent mehr Geld und Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Die bisherigen Verhandlungen verliefen ohne Ergebnis.

Ruhrgebiet

Dortmunder U-Turm
  • Weniger Hartz-IV-Klagen in Dortmund

    Am Dortmunder Sozialgericht geht die hohe Zahl von Hartz-IV-Klagen zum ersten Mal zurück. Diese Bilanz des abgelaufenen Jahres zog das Gericht am Mittwoch. Trotzdem arbeitet das Sozialgericht weiterhin am Limit, seitdem vor sieben Jahren die Grundsicherung für Arbeitssuchende eingeführt wurde. Ein normales Verfahren dauert durchschnittlich deutlich mehr als ein Jahr. Die 59 Richter kommen mit der Bearbeitung der Fälle nicht nach.

  • Gamze Kubasik nimmt an Bundesprädisentenwahl teil

    Den nächsten Bundespräsidenten wird auch die Angehörige eines Neonazi-Opfers mitwählen. Die NRW-Landtagsfraktion der Grünen will die Dortmunderin Gamze Kubasik entsenden, deren Vater von den Neonazis der Zwickauer Terrorzelle ermordet wurde. Für die NRW-Grünen sollen auch die Dortmunder Abgeordnete Daniela Schneckenburger und der aus Marl stammende Filmregisseur Söhnke Wortmann teilnehmen. Die Nominierungen anderer Parteien werden erst in den nächsten Tagen erwartet.

  • Vorrunden der Tischtennis-WM ausgelost

    Es wird eine Veranstaltung der Superlative: die Tischtennis-Mannschaftsweltmeisterschaft Ende März in Dortmund. Am Mittwoch wurden die Vorrundenbegegnungen ausgelost und Deutschland hat durchaus lösbare Aufgaben bekommen. Die deutschen Herren um Timo Boll haben sich zum Ziel gesetzt, ins Endspiel zu kommen. Dorthin schaffen es wohl auch die Chinesen, die als große Favoriten gelten. Knapp 1.000 Spieler kommen nach Dortmund. Während der Weltmeisterschaft sind alle Hotels in der Stadt schon jetzt so gut wie ausgebucht.

  • Envio-Gläubigerversammlung beendet

    In Dortmund haben die Gläubiger der insolventen Entsorgungsfirma Envio ihre erste Versammlung beendet. Allein die Bezirksregierung Arnsberg fordert sechs Millionen Euro von dem Unternehmen, das wegen des unsachgemäßen Umgangs mit dem Umweltgift PCB stillgelegt wurde. Insgesamt fordern 65 Gläubiger knapp 22 Millionen Euro. Wieviel Geld noch bei Envio vorhanden ist, blieb auch nach der Gläubigerversammlung unklar. Für Bezirksregierung und Stadt ist das Wichtigste, dass mit dem Insolvenzverfahren auch die Sanierung des verseuchten Envio-Betriebsgeländes am Dortmunder Hafen beginnen kann. Vier Verantwortliche der Firma erwartet ein Strafverfahren wegen Umweltdelikten und gefährlicher Körperverletzung bei den Mitarbeitern.

  • SEK überwältigte mutmaßlichen Tankstellenräuber

    In Hamm hat ein Spezialeinsatzkommando am Mittwochmorgen einen Tankstellenräuber in seiner Wohnung überwältigt und festgenommen. Der Mann hatte kurz zuvor mit einer Schusswaffe einen Angestellten bedroht und die Einnahmen erpresst. Die gute Personenbeschreibung führte die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Räubers. Er war bereits durch andere Delikte in Erscheinung getreten.

Südwestfalen

Stadt Siegen
  • Firmenchef droht Betriebsrat mit Schließung

    In Marsberg fürchten 130 Beschäftigte eines Betonteil-Werks um ihre Arbeitsplätze. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Bau hat der Geschäftsführer der Firma Kombi-Massiv-Bauelemente damit gedroht, das Werk ganz zu schließen, wenn sich der Betriebsrat nicht sofort auflöst. Die Mitglieder sollen seit Dezember kein Gehalt mehr bekommen haben. Sie hatten den Betriebsrat gegründet, um damit gegen Löhne unter Tarif anzugehen. Der Geschäftsführer war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

  • Politischer Aschermittwoch in Lennestadt

    Am Abend hat sich die Landes-CDU zu ihrem Politischen Aschermittwoch in Lennestadt getroffen. Rund 700 Parteimitglieder hörten die Rede von Landeschef Norbert Röttgen in der Schützenhalle Kirchveischede. Dabei gab es unter anderem Attacken auf die Haushaltpolitik der rot-grünen Landesregierung. Die Landes-CDU feiert schon seit Jahren ihren Aschermittwoch in ihrer Hochburg Sauerland, wo sie teils noch mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen bekommt.

  • Werdohler TK-Werk wird geschlossen

    In Werdohl wird ein weiteres Thyssen Krupp Werk geschlossen. Die Produktion von Fahrhauslagerungen für Lkw geht Anfang März an den neuen Besitzer ZF Friedrichshafen AG. Der Käufer wird nur noch bis Ende des Jahres in Werdohl produzieren. Anschließend wird die Fertigung nach Dielingen bei Osnabrück verlegt. Den 70 Mitarbeitern und Leiharbeitern wurden unbefristete Übernahmen im über 200 Kilometer entfernten Dielingen angeboten. Wer nicht mitgeht, wechselt in eine Auffanggesellschaft, die dann neue Jobs vermitteln soll.

  • Viele unbezahlte Stromrechnungen

    Die Strompreise steigen und immer mehr Menschen können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen. Allein bei den Stadtwerken Lippstadt gehen monatlich 2500 Mahnungen raus und die Siegener Versorungsbetriebe müssen jedes Jahr auf rund 100.000 Euro verzichten, weil Kunden nicht zahlen können. Den Strom abzuschalten, ist immer das letzte Mittel. Zuvor gehen Mahnungen raus und die Energieversorger versuchen, Lösungen für die betroffenen Kunden zu finden. Sind es Hartz-IV-Empfänger, werden auch schon mal die Jobcenter eingeschaltet. Die Verbraucherzentrale fordert, Strom-Sperrungen möglichst zu verhindern. Sie lobt deshalb die Stadtwerke, die Bürger bei der Schuldenberatung unterstützen und helfen, Energie zu sparen.

  • Libysche Bürgerkriegsopfer nach Bad Laasphe

    Das Gesundheitszentrum Wittgenstein in Bad Laasphe wird 16 weitere libysche Kriegsverletzte aufnehmen. Die libysche Regierung hatte bereits einen Verletzten nach Bad Laasphe geschickt. Weil der sich so gut erholt hat, sollen ihm weitere folgen. Das Gesundheitszentrum stellt dafür rund 20 neue Mitarbeiter ein. Es rechnet langfristig mit mehreren hundert Bürgerkriegsopfern als Patienten. Wann genau die Patienten aus Libyen kommen, ist noch nicht klar.