WDR 2 Arena - Streik und Lohnzuwachs Was ist gerecht?

Wie viel Lohnzuwachs ist in diesem Jahr drin und was ist gerecht - drei oder 70 Prozent? Was ist gut für die Binnennachfrage und was würgt die Exporte ab? Und welche Rolle spielen die Mini-Gewerkschaften?

Die kleine Gewerkschaft der Flugsicherung hat es am Frankfurter Flughafen vorgemacht: sie fordert bis zu 70 Prozent Lohnerhöhung, mobilisierte die Vorfeldmitarbeiter und legte mit knapp 200 Beschäftigten Tausende von Flügen lahm.


Warnschild auf dem Rollfeld des Flughafens in Frankfurt
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Warnschild auf dem Rollfeld des Flughafens in Frankfurt


Jetzt haben die Verhandlungen zwar wieder begonnen, aber es bleibt die Frage: Wie umgehen mit den Mini-Gewerkschaften? Ärzte, Lokomotivführer und Fluglotsen haben es vorgemacht und ihre Interessen durchgesetzt.

Solidarität in Gefahr?

Was bedeutet es für einen Betrieb, wenn wenige Mitarbeiter-/Innen ihren Einfluss ausnutzen? Werden die einen reich und die anderen gucken in die Röhre? Gleichzeitig beginnt die diesjährige Tarifrunde, und Forderungen von 6,5 Prozent Lohnerhöhung im Öffentlichen Dienst oder in der Metallindustrie werden von den Arbeitgerbern als unrealistisch hoch zurückgewiesen. Drohen jetzt Warnstreiks? Und was wird aus der Solidarität in den Betrieben?

Unsere Gäste im Studio

  • Dr. Luitwin Mallmann, Hauptgeschäftsführer Metall NRW
  • Andreas Meyer-Lauber, DGB-Vorsitzender NRW
  • Prof. Dr. Roland Döhrn, Leiter des Bereichs Wachstum und Konjunktur, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung Essen

Diskutieren Sie mit Moderator Michael Brocker und seinen Gästen

Sie können sich per kostenloser Hotline 0800 - 5678 222 (Donnerstag ab 18.30 Uhr) oder per Mail an wdr2@wdr.de (ab sofort) und via Facebook (ab sofort) beteiligen.

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Stand: 22.02.2012, 18.05 Uhr


Kommentare zum Thema (17)

letzter Kommentar: 23.02.2012, 20:59 Uhr

Kadelka schrieb am 23.02.2012, 20:59 Uhr:
Man müsste mal wissen wie viel die Leute wirklich verdienen. Wenn man so wieso mehr viel verdient als andere sollte man nicht immer mehr fordern
monika schrieb am 23.02.2012, 20:53 Uhr:
Solange die SPD nicht wirklich bereit ist bei einem Regierungswechsel die Harz Gesetze abzuschaffen und die Befristungen und die Leiharbeit, solange bleibt es dabei. Ich habe noch nichts gehört dass die SPD das will. Nur die Linke fordert das ehrlich
konrad schrieb am 23.02.2012, 20:51 Uhr:
ich muss dem wilhelm klaus rechtgeben. Nicht nur Hartz IV muss weg. Hartz IV ist das Einfallstor für Billiglöhne. Hartz Empfänger müssen jeden Hungerlohn akzeptieren. Da agieren Staat und Unternehmer zusammen. Auch die Leiharbeit muss auf das Blümsche Niveau zurückgefahren werden. Die Befristungen auch. Wer Arbeitnehmer mit Hungerlöhnen erpresst muss bestraft werden. Jeder andere Erpresser wird bestraft.
Peter schrieb am 23.02.2012, 20:49 Uhr:
Es bleibt erst dann was von einer Lohnerhöhung übrig. Wenn diese nicht von der Steuer aufgefressen wird. Vorschlag: Durch gerechtfertigte Gehälter für die Politiker könnte die Steuer gesenkt werden und es bleibt mehr für die Arbeitnehmer.
Wilhelm klaus Detmold schrieb am 23.02.2012, 20:48 Uhr:
Die Gewerkschaften sagen sie seien unabhängig von parteien. DAs stimmt doch gar nicht. Die sind doch von der SPD abhängig. und das ist murks. Gewerkschaften distanzieren sich nicht von hartz IV und sagen der SPD mal ganz deutlich: nehmt das zurück. Und so haben wir Hungerlöhne, weildie Gewerkschaften feige sind gegenüber der SPD und den Grünen

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