WDR 2 Arena - Antibiotika-Einsatz bei Mensch und Tier: Weniger ist mehr
Für die einen erschreckend, für die anderen pure Angstmache: Antibiotika-resistente Bakterien auf Geflügelfleisch. Das Problem ist nicht neu. Nicht nur bei der Tiermast werden zu viele Antibiotika eingesetzt - auch bei der medizinischen Behandlung von Menschen.

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Jungtiere in einem Hähnchenstall
Audio
- Audio: Arena-Nachklapp: Antibiotika-Einsatz bei Mensch und Tier (13.01.2012) Klaus Jansen, WDR 2 Morgenmagazin
Folge: Gefährliche Keime breiten sich aus, vor allem in Krankenhäusern, woran jährlich mehrere Tausend Patienten sterben. Wie kriegt man die Gefahr in den Griff - durch neue Gesetzte, mehr Kontrolle oder mehr Selbstverantwortung von Landwirten, Medizinern und Patienten?

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Tüte mit Antibiotika, die in der Tiermast eingesetzt werden
Antworten von unseren Studiogästen:
- Prof. Dr. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Uniklinik Bonn Präsident der deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene
- Peter Knitsch, Abteilungsleiter Verbraucherschutz im NRW-Verbraucherschutzministerium
- Karl-Frieder Kottsieper, Vorsitzender des Geflügelwirtschaftsverbandes Nordrhein Westfalen
Diskutieren Sie mit Moderator Michael Brocker und seinen Gästen
Sie können sich per kostenloser Hotline 0800 - 5678 222 (Donnerstag ab 18.30 Uhr) oder per Mail an wdr2@wdr.de (ab sofort) und via Facebook (ab sofort) beteiligen.
Stand: 13.01.2012, 08.28 Uhr
- Datenbank für Medikamenteneinsatz bei Hähnchenmast : NRW will bessere Dokumentation (11.01.2012)
- Antibiotika in der Hähnchenmast: Johannes Remmel: "Medikamente sind die Regel" (11.01.2012)
- BUND warnt: Krankheitskeime auf Hähnchenfleisch (10.01.2012) (10.01.2012) [WDR.de]
- Der richtige Umgang mit Antibiotika (07.04.2011) [ARD]
Kommentare zum Thema (17)
letzter Kommentar: 12.01.2012, 23:51 Uhr
- Jürgen Feldmann schrieb am 12.01.2012, 23:51 Uhr:
- Ich denke, wir haben aus der Vergangenheit nichts gelernt. BSE, MKS...alles Geschichte. Wir funktionieren als Verbraucher genau so, wie die Hersteller und Vertriebler es sich wünschen. Wir vergessen schnell, sehr schnell! Alles, was nicht im Fokus ist, scheint okay. Tatsächlich gibt es aber keine Norm, außer bei Bio-Waren. Wie bitteschön, soll denn ein Verbraucher, wenn er vor einem Produkt steht, sich richtig entscheiden können? Ein Kilo Fleisch von A kostet 3,99 EUR, von B 6,99 EUR und das Bio-Fleisch EUR 8,99. Wenn Bio-Fleisch nicht in Frage kommt, wie soll bitteschön ein Verbraucher sicher sein können, dass das Fleisch für 6,99 qualitativ besser ist, als das Fleisch für 3,99? Das ist nicht möglich. Und wenn es geschmacklich nicht völlig daneben ist, wird der Verbraucher mittel- und langfristig das billigste einkaufen. Ich denke, das Problem kann man nur von ganz oben lösen. Bei Eiern haben wir gewisse Stufen, die dem Verbraucher zumindest eine Art der Haltung suggerieren.
- Georg Specker schrieb am 12.01.2012, 21:34 Uhr:
- Hallo in die Runde, hallo wertes WDR2-Team, ich habe die Sendung nur teilweise verfolgen können, da ich noch gearbeitet habe. Mir stellt sich eine Frage, wieso war eigentlich kein Tierarzt in der Sendung? Wurde daran nicht gedacht oder hat weder die Tierärztekammer noch der Bundesverband praktischer Tierärzte einen Gesprächspartner stellen können? Dass die industrielle Tierproduktion pervers ist, wird ganz klar, wenn man bedenkt, dass in der hochspezialisierten Legehennenproduktion 50% der Tiere, nämlich die männlichen Küken, vergast werden, bis vor kurzem (oder sogar immer noch?) wurden sie noch lebendig geschreddert!! Die sind zu Nichts mehr nutze. Die Hennen haben eine künstlichen Tagesrythmus, auch so ein Ding. Die Bauernschaft ist Mitverursacher, dass der Verbraucher LEBENSmittel nicht schätzt. Denn dann wäre er auch bereit mehr dafür zu zahlen. Dies muss dann aber auch bei den Erzeugern ankommen und nicht wieder auf den diversen Schritten des Handels versickern.
- Dagmar Bußmann schrieb am 12.01.2012, 21:32 Uhr:
- Habe die Sendung mit Intresse verfolgt. Ich finde der Verbraucher ist es selbst schuld wenn er immer wieder auf Billigprodukte zurück greift. Dann muß er damit rechnen das sein Fleisch mit Medikamenten hochgezüchtet wird um schnell zur Schlachtreife zu gelangen.Somit sollsich der Verbraucher auch nicht beschweren wenn es wieder immer Skandale in der Lebensmittelbranche gibt.Esliegt ganz bei uns ob wir das mitmachen oder nicht.Ich bin glücklicher Vegetarier und bin es genau aus diesen Skandalen herausgeworden. Ich habe mir Gedanken gemacht wo unser Essen herkommt und kaufe seitdem bewußter ein indem ich unsere Bauern vor Ort unterstütze und nicht irgendwelches Gemüse aus Afrika, Südamerika etc. kaufe. Wenn dieses Verhalten mehr Verbraucher an den Tag legen würden gäbe es evtl. weniger Lebensmittelskandale.Rhein
- Wolfgang V. schrieb am 12.01.2012, 21:03 Uhr:
- Sehr geehrte Damen und Herren, gestern habe ich von dem Antibiotikaeinsatz beim Hühnchen gehört, natürlich nichts Neues. Interessant fand ich aber dann meine Reaktion, als ich am Abend beim Einkaufen an der Kasse stand. Vor mir eine junge Frau, die u. a. auch ein frisches Hähnchen auf das Band legte. Ich konnte mir nur mit viel Willenskraft meine Frage verkneifen "Na, ist jemand krank zu Hause und benötigt Antibiotika?? Also, warum mein Sarkasmus? Ich habe so langsam die "Faxen dicke". Ich bin mittlerweile 54 Jahre alt und sehe wie Deutschland immer mehr den Bach runter geht und wir haben nichts Besseres zu tun, als uns über Antibiotika im Hühnchen aufzuregen. Sollten wir diese "Enthüllung" in den Griff bekommen, steht uns bestimmt was Neues ins Haus. Oder? Mir macht eher Angst wann in Deutschland die Menschen auf die Straße gehen, wie in London, die von ihrer Perspektivlosigkeit für ihr Leben in unserem Land überrollt werden. Dann wird es nicht mehr interessieren, dass unser ...
- Wolfgang V. schrieb am 12.01.2012, 20:55 Uhr:
- Sehr geehrte Damen und Herren, gestern habe ich von dem Antibiotikaeinsatz beim Hühnchen gehört, natürlich nichts Neues. Interessant fand ich aber dann meine Reaktion, als ich am Abend beim Einkaufen an der Kasse stand. Vor mir eine junge Frau, die u. a. auch ein frisches Hähnchen auf das Band legte. Ich konnte mir nur mit viel Willenskraft meine Frage verkneifen "Na, ist jemand krank zu Hause und benötigt Antibiotika?? Also, warum mein Sarkasmus? Ich habe so langsam die "Faxen dicke". Ich bin mittlerweile 54 Jahre alt und sehe wie Deutschland immer mehr den Bach runter geht und wir haben nichts Besseres zu tun, als uns über Antibiotika im Hühnchen aufzuregen. Sollten wir diese "Enthüllung" in den Griff bekommen, steht uns bestimmt was Neues ins Haus. Oder? Mir macht eher Angst wann in Deutschland die Menschen auf die Straße gehen, wie in London, die von ihrer Perspektivlosigkeit für ihr Leben in unserem Land überrollt werden. Dann wird es nicht mehr interessieren, dass unser ...
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