WDR 2 Arena zum Beschneidungsurteil Körperverletzung oder Religionsfreiheit?

Dürfen Richter die religiös tradierte Beschneidung verbieten? Das Urteil des Kölner Landgerichtes hat für Aufruhr gesorgt.


Muslimischer Junge in einem Beschneidungskostüm
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Religiöse Tradition oder körperliche Unversehrtheit der Kinder: Muslimischer Junge in einem Beschneidungskostüm

In einem umstrittenen Urteil hat das Kölner Landgericht erstmals in Deutschland religiös motivierte Beschneidungen von Kindern als Körperverletzung gewertet und für strafbar erklärt. Muslime und Juden, bei denen die Entfernung der männlichen Vorhaut zum Brauchtum gehört, sind empört. Sie sehen in der Entscheidung einen Eingriff in die Religionsfreiheit und in ihre kulturelle Identität. Politiker und Ärzte reagieren verunsichert und warnen davor, dass Jungen demnächst auf den Tischen dubioser Hinterhof-Beschneider landen. Muslimische Verbände fordern ein Recht auf Beschneidung und erwägen den Gang vor das Bundesverfassungsgericht.

Steht Brauchtumspflege über Körperverletzung?

Wie bewerten Sie den Spruch der Kölner Richter? Steht Brauchtumspflege über Körperverletzung, zählt die Unversehrtheit von Kindern mehr als kulturelle Identität? Befinden sich nicht auch religiöse Traditionen und Rituale im Wandel? Und sollten Richter vielleicht auch das Ohrloch-Stechen bei Kindern verbieten?

Unsere Gäste im Studio

  • Irmingard Schewe-Gerigk, Vorstandsvorsitzende Terre des Femmes
  • Dr. Hikmet Ulus, Kinderchirurg in Köln

Stand: 05.07.2012, 12.27 Uhr


Kommentare zum Thema (58)

letzter Kommentar: 06.07.2012, 07:53 Uhr

Stefan aus köln schrieb am 06.07.2012, 07:53 Uhr:
mir geht die Hutschnur hoch, dass sich hier Frauen, die es nicht wirklich nachempfinden können, über diese Thema ereifern. Barbarisch, seelische Schäden, Körperverletzung ?? Alles Quatsch Ich bin katholisch und beschnitten im alter von 3 Jahren aus medizinischen gründen. Ich danke jedem der damit zu tun hatte jeden tag dafür. Es ist auch heute noch hygienischer, es ist angenehmer in jeder Hinsicht. Und eigentlich alle meiner Partnerinnen die ich im leben hatte fanden es auch viel viel besser. Also ich sehe in der Beschneidung im Kindesalter unter hygienischen Bedingungen nur Vorteile. Und da ist und bleibt etwas was keine Frau wirklich beurteilen kann!! Und ganz ehrlich - mir wurde nichts genommen, eher gegeben.
Stefan schrieb am 06.07.2012, 07:49 Uhr:
mir geht die Hutschnur hoch, dass sich hier Frauen, die es nicht wirklich nachempfinden können, über diese Thema ereifern. Barbarisch, seelische Schäden, Körperverletzung ?? Alles Quatsch Ich bin katholisch und beschnitten im alter von 3 Jahren aus medizinischen gründen. Ich danke jedem der damit zu tun hatte jeden tag dafür. Es ist auch heute noch hygienischer, es ist angenehmer in jeder Hinsicht. Und eigentlich alle meiner Partnerinnen die ich im leben hatte fanden es auch viel viel besser/schöner. Also ich sehe in der Beschneidung im Kindesalter unter hygienischen Bedingungen nur Vorteile. Und da ist und bleibt etwas was keine Frau wirklich beurteilen kann!! Und mir wurde definitiv nichts genommen, eher gegeben.
Markus schrieb am 05.07.2012, 22:46 Uhr:
Da ich Religionen grundsätzlich als Aberglaube abtue, bin ich der Auffassung, dass ein Mensch erst mit erreichen der Volljährigkeit selbst entscheiden sollte, ob er oder sie sich religiösen Riten hergibt. Medizinisch oder Kosmetisch notwendige Eingriffe, wie es z. B. bei Siamesischen Zwillingen oder etwa bei einer Hasenscharten der Fall ist, sind natürlich etwas anderes.
Mohsin aus GM schrieb am 05.07.2012, 22:34 Uhr:
Ich finde diese Diskussion absurd! man könnte auch auf die Idee kommen alle Christen(Männer natürlich), die im islamischen Länder leben zu beschneiden. Oder das Piercing im Genitalienbereiche zu verbieten....Wo und in welche Zeit leben wir denn?
René Frank Nayir schrieb am 05.07.2012, 21:39 Uhr:
Ich vergass dadurch nahm es einzug in die Kultur,vermutlich viele dinge nahmen durch ähnliches einzug in die kulturen der menschen.

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