WDR 2 Arena - Sicherheit im Stadion: Härte oder Dialog?
Das Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin war der bisherige Höhepunkt in Sachen Stadion-Randale. Wie lassen sich solche Vorfälle künftig vermeiden?
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- Audio: Kontroverse Diskussion in der WDR 2 Arena: Mehr Härte oder besserer Fan-Dialog? (25.05.2012) Martin Schütz, WDR 2 Morgenmagazin
Düsseldorf, am Abend des 15. Mai: Fans stürmen vor dem Abpfiff der Partie das Spielfeld, Rauchschwaden überlagern die aufgeheizte Begegnung. Noch ist nicht ausgemacht, ob das Spiel-Ergebnis anerkannt wird und die Düsseldorfer in die erste Liga aufsteigen. Der juristische Kampf geht gerade in die nächste Instanz. Chaoten bestimmten zuletzt auch bei anderen Fußballspielen das Bild, etwa bei einem Pokalspiel zwischen Dortmund und Dresden, bei Hansa Rostock oder in der Hamburger Sporthalle. Kölner Hooligans attackierten einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach. Wie kann man der Gewalt Einhalt gebieten und extreme "Ultras" stoppen? Welche Sicherheitskonzepte greifen im Vorfeld? Sind härtere Strafen sinnvoll?
Unsere Gäste im Studio
- Rainer Mendel, Fanbeauftragter 1. FC Köln
- Frank Richter, Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)
- Prof. Gunter A. Pilz, Soziologe, Sportwissenschaftler, Fanforscher Uni Hannover
Stand: 23.05.2012, 17.58 Uhr
Kommentare zum Thema (53)
letzter Kommentar: 25.05.2012, 08:36 Uhr
- Mattes schrieb am 25.05.2012, 08:36 Uhr:
- Ohne drastische Strafen ist das Problem offensichtlich nicht in den Griff zu kriegen ! Alle Versuche das ganze im Dialog mit den Tätern, jawohl Täter, zu klären scheiterten bisher kläglich. Was die Bengalos im Stadion betrifft muß versucht werden über Androhng von Strafen aller im Block befindlicher Personen den Druck der normalen Fans auf die paar Idioten aus den pubertierenden Teenie Gruppen in den Blöcken zu erhöhen. So könnte ein Selbstreinigungsprozess in Gang gesetzt werden, die echten Fans sind in der Mehrheit ..... Die Gewalt außerhalb der Stadien wie der Übergriff auf Fanbusse oder Ähnliches sind ein generelles Problem unsere Wohlstandsgesellschaft, hier seien die Verfechter der antiautoritären Erziehung vor 30 Jahren gegrüsst die es ermöglicht haben das eine "Ich Gesellschaft" entsthen konnte deren Sprößlimge nun das gelernte in die Tat umsetzen. Werte und Normen anderen Menschen und Sachwerten gegenüber wurden abgeschafft.....das Resultat ist deutlich zu sehen....
- Mike aus MGL schrieb am 24.05.2012, 21:37 Uhr:
- Ich bin der Meinung, Bengalos sollte man wie ein Foul im Strafraum behandeln. Nach dem dritten Strafstoß bekommt der betreffende Fanblock die rote Karte und wird beim Verlassen des Stadions erkennungsdienstlich behandelt. Wird der Verursacher gefasst ( wie auch immer, ich denke mal, wer in der Nähe der Bengalos war, riecht auch danach ), zahlt er 5000.-€ in die Kasse für Jugendarbeit des gegnerischen Vereins. Wer ihn unbeschädigt bei der Polizei abliefert (maximal 5 Personen) bekommt vom Verein Jahrestribünenkarten ;o) . Fazit: Keiner traut sich mehr Bengalos anzuzünden, aus Angst man lyncht ihn. Die Vereine haben ein berechtigtes Interesse daran, daß die Zündelei unterbleibt. (Wer verliert schon gerne wegen so ein paar Idioten? ) Zum Schluß noch eine Bemerkung: Nachspielzeiten sollten wirklich als Countdown auf der Stadionuhr angezeigt werden. Dann währe der Sturm in Düsseldorf vermutlich unterblieben. Gruß, Mike aus Mönchengladbach
- Jürgen Mendick schrieb am 24.05.2012, 20:54 Uhr:
- Vielleicht wäre der Platzsturm vermeidbar gewesen, wenn seitens der Stadionregie die Uhr auf den beiden Anzeigetafeln ( wie leider auch in vielen anderen Stadien ) nicht bei 90:00 Minuten gestoppt hätte, sondern einfach weitergelaufen wäre. Keine Ahnung, ob dies eine Vorgabe des DFB / der DFL ist, aber dadurch fehlt einem jedes Zeitgefühl bei der Nachspielzeit. Die rund 6 Minuten bis zum ersten Platzsturm "fühlten" sich im Stadion an wie eine kleine Ewigkeit. Damit will ich dies keineswegs entschuldigen, sollte aber vielleicht mal als Anregung aufgenommen werden.
- Wolfgang Fülbier schrieb am 24.05.2012, 20:47 Uhr:
- Die Vereine und Spieler zahlen bereits für die Polizeieinsätze: Bei den Spielern, die ja so viel verdienen, gehen ca. 50% an Lohnsteuer drauf. Die Vereine zahlen Umsatzsteuer und haben auch einen Haufen Angestellte, die ebenfalls Steuern zahlen.
- Patrick Abarrou schrieb am 24.05.2012, 20:44 Uhr:
- Ich versteh es einfach nicht, warum es beim Fußball immer so eskalieren muss. Ich bin Sanitäter und bekomm das oft genug mit, wie diese Ausschreitungen ausgehen können. Warum kann es nicht - wie in anderen Sportarten - friedlich zugehen. Ich bin Formel 1 - Fan und ich habe bisher dahingehend noch keine Ausschreitungen mitbekommen, wenn die Stewards eine Entscheidung für oder gegen einen Fahrer gemacht haben.
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