WDR 2 Arena - Wem gehört die Stadt - dem Partyvolk oder den Anwohnern?: Wieviel Feiern braucht die Stadt?
Public Viewing soll während der EM großzügig gestattet sein. Anwohner in den Innenstädten beschweren sich aber über zuviel Krach durch zuviele Partys. Kann man die Nachtruhe ab 22 Uhr aufrecht erhalten?

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Zahlreiche Fans verfolgen gemeinsam auf dem Roncalliplatz in Köln beim Fan Fest ein Länderspiel während der WM 2006
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- Audio: Das Kuhviertel in Münster: Brüllende betrunkene Horden machen Remmidemmi (31.05.2012) Verena Gernemann, WDR 2 Morgenmagazin
Das Land NRW hat die Kommunen aufgefordert, das Public Viewing zur EM auch nach 22 Uhr großzügig zu gestatten. Doch in den Innenstädten beklagen sich Anwohner jetzt schon immer häufiger über Lärm durch Außengastronomie, Festivals und chillende Jugendliche. Sie fühlen sich in ihrer Nachtruhe gestört und wollen keinen Lärm nach 22 Uhr.
Ist das realistisch, wo sich doch das Freizeitverhalten geändert hat? Wollen wir Innenstädte mit hochgeklappten Bürgersteigen wie früher? Und muss jeder Spaß auch mal ein Ende haben und zwar um 22 Uhr?
Unsere Gäste im Studio
- Thomas Tewes, Haus- und Grundbesitzerverein
- Brigitte Schulte-Fortkamp, Prof. für Psychoakustik und Lärmwirkungen an der TU Berlin
- Christian Jäger, Geschäftsführer Dehoga-Nordrhein
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Stand: 01.06.2012, 07.36 Uhr
Kommentare zum Thema (19)
letzter Kommentar: 31.05.2012, 21:00 Uhr
- Beate schrieb am 31.05.2012, 21:00 Uhr:
- Feiern ist heute nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel in der Freizeit. Wenn jedes Wochenende mindestens eine Großveranstaltung, oftmals sogar mehrere gleichzeitig in den Städten stattfinden, ergibt sich ein erhöhter Lärmpegel schon durch die Masse Mensch, die unterwegs ist. Auch verzichtet heute kaum eine Veranstaltung auf beschalltes Bühnenprogramm und das fängt meistens mittags an. Anwohner werden also nicht nur abends belästigt, sondern schon den ganzen Tag und dann erst recht am Abend. Das ist entschieden zuviel. Ich frage mich, wie gelangweilt die Gesellschaft ist, wenn sie soviel Entertainement braucht zum Glücklichsein. Ich meine, dass dem Marketing und der Imagebildung mancher Stadt zu viel Raum überlassen wird auf Kosten von Anwohnern und Bürgern. Weniger wäre mehr.
- Jörg schrieb am 31.05.2012, 20:45 Uhr:
- Allen einen schönen Abend, grundsätzlich gebe ich der Hörerin recht, die von zwnghafter Belebung der Innenstädte vs. Überreglementierung spricht. Auch in meinem direkten Wohnumfeld wird des Öfteren gefeiert - Nachbarn treffen sich, plaudern und lachen miteinander. Gerne geselle ich mich kurz dazu - und wenn ich früh wieder `raus muss, dann sag´ ich das auch im Abschiedsgruß. Ich habe bisher noch nie erlebt, dass sich dann der Geräuschpegel nicht auf ein erträgliches Maß reduziert. Liebe Mitmenschen, Ihr müsst Eurem Nachbar schon sagen, was Euch bewegt, damit sie Euch verstehen. Sich schmollend in die Behausung zurückzuziehen und voller Grimm auf etwaigen Lärm lauschen, führt nur dazu, dass Ihr ihn auch hört. Ihr werdet Euch zunehmend aufregen - und schließlich die Polizei rufen - gemäß typisch deutscher Nachbarschaft: "Nur keinen Gerichtsprozess vermeiden!"
- Barbara schrieb am 31.05.2012, 20:31 Uhr:
- vollgepisste, vollgekotzte Hauseingänge Kneipen in jedem 5ten Erdgeschoss von Wohngebäuden grölende Studenten, die bis 24 Uhr in ihrer Wohnung vor-trinken um anschließend locker bis 7Uhr morgens immer wieder nachladen Autofahrer, die ihre 2000 Watt Anlage der Stadt vorführen müßen Kneipen, die die Musik so laut aufdrehen, wie eine Disco selbstredend bis 4 Uhr morgens schlichtweg schreiende Leute auf Balkon und Straße, wo man früher wegen Mordverdacht schon mal die Polizei gerufen hätte aber heute resistent ist Mitbewohner die fest und steif behaupten: 1 x im Monat dürfen wir feiern hier handelt es sich weniger um Unkenntnis als Ignorantz. am Wochenende eine Schneise der Verwüstung auf dem Weg vom Bahnhof bis zum Hafen, gerne von Landbewohnern, die ein fliegen aber daheim sich jeder Bürgerinitiative anschließen, wenn es gilt eine Umgehungsstraße in 500m Entfernung gebaut werden soll Das NRW- Ministerium hat durch die Freigabe der Schließzeiten ...
- Stefan Hopp schrieb am 31.05.2012, 20:20 Uhr:
- Ich lebe in Madrid, vor 11 Abends fängt hier der Krach erst gar nicht an und jeder lebt damit. Es wird auchmal am Sonntag gebohrt und gehämmert - aber das darf ich ja dann auch. Auf der anderen Seite war ich gerade in Deutschland und sehe das ab abends 8Uhr die Innenstätde leer sind. Aber die Frage sollte sein, wo kann ich krach machen solange ich möchte? Zuhause geht nicht weil ich den Nachbarn störe, Grosstadt geht auch nicht mehr. Wo kann ich - gerade im Sommer - mal schön lange draussen feiern? Liebe Grüsse an das WDR2 team
- Thorsten Herrmann schrieb am 31.05.2012, 20:09 Uhr:
- 3 Wochen EM im Sommer. Das ist ein großes Fest auf der Straße und zwar völlig zu Recht. Bei den Olympischen Winterspielen bleiben wir garantiert im Haus, liebe Nachbarn. Grüße aus Düsseldorf Kalkum.
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