WDR 2 Arena - Schwarzgeld und Steuerflucht: NRW im Streit mit der Schweiz
NRW-Finanzminister Walter-Borjans ist entschlossen, weiter Steuer-CD’s zu kaufen, die Schweizer sind empört. Darf der Staat so gegen Steuersünder vorgehen? Oder sind deutsche Steuerfahnder kriminelle Hehler?
-
-
Bild 1 vergrößern
+
NRW-Finanzminister Walter-Borjans will gerne weitere CDs kaufen (Fotostrecke 1)
Audio
Ist das umstrittene Steuerabkommen mit der Schweiz ein Affront gegen ehrliche Steuerzahler? Oder ist es eine faire Lösung für beide Seiten? Was bringt der Kauf von Steuer-Daten? Welche Rolle spielen Schweizer Banken beim Steuerbetrug? Wo sind Schlupflöcher und wie lässt sich illegaler Geldtransfer stoppen?
Unsere Gäste im Studio
- Norbert Walter-Borjans, NRW-Finanzminister (SPD)
- Roger Köppel, Verleger und Chefredakteur "Die Weltwoche", Zürich
- Ulrich Ueckerseifer, Finanz- und Bankenfachmann, WDR-Wirtschaftsredaktion Hörfunk
Stand: 15.08.2012, 17.39 Uhr
Kommentare zum Thema (57)
letzter Kommentar: 18.08.2012, 20:07 Uhr
- Zlatko Zadravec schrieb am 18.08.2012, 20:07 Uhr:
- Es lohnt sich auch den gesamten Beitrag zum Thema Korruption von Politikern/innen in der nachfolgenden PDF-Datei zu lesen. Nicht nur Seite 22 und 23 von 76 Die Vergleiche mit Beamten sind sehr interessant. www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17163.pdf Wie können dann noch solche Politiker gewählt werden? Die Medien sollten darüber mehr informieren. "Ross und Reiter " bei Namen nennen. Wer verhindert Gesetze - und wer verkauft unsere Daten? Namen und Parteien nennen. Immer wieder - täglich die Namen und Parteien ( in allen Nachrichten in TV, Radio,..) der "Daten-Verkäufer" und "Gesetzesverhinderer" gegen die Ratifizierung der UN-Konvention.
- Zlatko Zadravec schrieb am 18.08.2012, 19:42 Uhr:
- Wie würde es in der BRD aussehen mit nur ca. 130 Steuergesetzen (wie in Kroatien) - statt z.Z. ca. 34.000 Steuergesetze und Verordnungen, wenn die Bürger - wie in der Schweiz für Politiker und Beamte verbindliche Volksentscheidungen durchführen dürften ? Wenn die Politiker ihre Einkünfte und Nebentätigkeiten nicht selber regeln dürften? Vollzeitbezahlung - und für wenn arbeiten viele? Wessen Interessen werden vertreten? Warum weigern sich die Mehrheit im Bundestag die UN-Konvention gegen Korruption zu unterzeichen und zu ratifizieren? Und wer ist die Mehrheit? www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17163.pdf . Siehe Seite 22 von 76 Abschnitt B. Warum weigern sich die Politiker in der BRD Volksabstimmungen durchzuführen? Z.Z. werden wir doch praktisch entmündigt und sind der Parteiendiktatur mit den Alpha-Männchen und - Weibchen ausgeliefert.
- Ulrich Lindlar schrieb am 18.08.2012, 03:25 Uhr:
- Ich grüße Roger Köppel und den denkenden Menschen, deren Meinung ich mich anschließen möchte. Der Schweizer Walter Roth bringt es auf den Punkt: wenn der deutsche Staat seinen Bürgern Geld klaut, dann ist das legal. China bekommt immer noch "Entwicklungshilfe", damit es sein Atomwaffenprogramm incl. Interkontinentalraketen weiterführen kann. Ich habe früher an der Uni Bonn Chinesisch studiert und bin seit 1995 mit einer Chinesin verheiratet, daher dieses Beispiel von Steuerverschwendung. Die Chinesen lachen sich übrigens darüber kaputt, wie dumm wir doch sind. China ist de facto allein mit seinen Dollarreserven und seinem BSP längst eine Industrienation, aber für die Welt bleibt es ein Schwellenland und für uns ein Entwicklungsland. Und bevor Borjan mit dicker Lippe deutsches Recht verkündet, sollte er sich mal fragen, warum seine "Diät" (bedeutet eigentlich abspecken) über Jahre erhöht wurde, obwohl sein Dienstherr mittlerweile pro Sekunde 5000 € an Zinsen bezahlt!? Gruß an Hr.Köppel!
- Tom Schweizer schrieb am 17.08.2012, 12:00 Uhr:
- "Man kommt sich vor wie 1933" (Zitat von Denkender Mensch). Das kam mir sofort auch in den Sinn. Heute wird das Ganze wohl einfach ein bisschen subtiler betrieben, allerdings wohl nur bis die Ziele erreicht sind. Die deutschen Politiker haben gar nichts gelernt, das deutsche Volk wohl schon. Traurig ist, dass bei allen schwächelnden Länder in Europa die deutsche Strategie durchaus Erfolg haben könnte.
- Walter Roth schrieb am 17.08.2012, 09:53 Uhr:
- Ich las gerade die Kommentare hier. Als Schweizer bin ich sehr erfreut darüber das ich hier derartiges lesen darf. Es gibt also Deutsche die klar erkannt haben, dass ein Saat der seine Bürger mit vollendeter Selbstverständlichkeit ausraubt, odere eben, besteuert und diesen Saat trotzdem in den Abgrund lenkt, die Urasache ist, warum diejenigen die Kraft ihres Geldes die Möglichkeit haben, zur Flucht ins Ausland ansetzen. Es ist ein Zeugniss für den Staat selber, nur das können und wollen Beamte wie Borjans nicht wahrhaben, es wäre das Eingeständniss des eigenen versagens. Hier in der Schweiz denken viele Bürger noch, dass das Geld seinem Besitzer gehört und nicht dem Saat geschuldet ist. De Staat darf davon etwas nehmen, aber nur so viel wie unbedingt nötig. Damit sich das in der Schweiz nicht zu stark ändert, haben wir die direkte Demokratie mit dem Reverendum und der Initiative als Waffe des Bürgers ..........gegen ein ausuferndes verlangen der Bürokratie und auch der Bü ...
Seite teilen
Über Soziale Medien