WDR 2 MonTalk - 29.10.2012: Matthias Brandt
Schauspieler
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Matthias Brandt gilt als "der Mann mit dem besonderen Blick". Melancholie liegt darin und etwas, das so geheimnisvoll und undurchsichtig wirkt, wie die Charaktere, die er spielt. Mal ist es ein schrulliger Postbote, dann ein spielsüchtiger Vater - oder Günter Guillaume, der Spion, über den sein Vater Willy Brandt als Bundeskanzler stürzte.
Dass ausgerechnet Matthias Brandt diese Rolle übernahm, erregte großes Aufsehen. Sein Filmdebüt verhalf dem Theaterschauspieler 2003 schlagartig zum Durchbruch im Fernsehen. Seitdem hat er sich mit seiner hintergründigen Spielweise viel Lob und Respekt erarbeitet. Davon zeugen zwei Grimme- und etliche andere Preise. Neben ernsthaften Rollen würde Matthias Brandt gerne häufiger in Komödien spielen, denn er sei ein melancholischer, aber auch ein unglaublich alberner Mensch, sagt er.
Seit einem Jahr ermittelt Brandt außerdem als Kommissar Hans von Meuffels im "Polizeiruf 110" aus München. Dass er trotz seiner vielen Auftritte im Fernsehen auf der Straße nur selten erkannt wird, ist dem zurückhaltenden 51-Jährigen sehr recht. Schließlich weiß Matthias Brandt noch aus seiner Kindheit, wie unangenehm allzu große Prominenz sein kann. Er lebt deshalb zurückgezogen mit Frau und Tochter in Berlin.
Stand: 22.10.2012, 11.00 Uhr
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