WDR 2 Servicezeit - Geschenke per Post: Rund ums Päckchen
Ob Smartphone, Bücher oder Plätzchen: Viele schicken ihre Weihnachtsgeschenke mit der Post. Die Paketdienstleister haben deshalb viel zu tun: Allein DHL stellt in der Adventszeit rund fünf Millionen Pakete zu - pro Tag. Damit die Geschenke pünktlich und sicher unterm Weihnachtsbaum landen, gibt es hier ein paar Tipps.

-
Bild 1 vergrößern
+
Postbote im Schnee mit Weihnachtspaketen
Normalerweise dauert es zwei Werktage, bis ein Paket innerhalb von Deutschland zugestellt wird. Doch kurz vor Weihnachten haben die Paketdienste viel zu tun. Damit die Geschenke trotzdem pünktlich ankommen, sollte man sie also besser ein paar Tage früher losschicken. Die Paketdienste geben Empfehlungen ab, wann ein Paket spätestens unterwegs sein sollte.
- Deutsche Post / DHL: 22. Dezember, 12 Uhr
- Hermes: 21. Dezember, 12 Uhr
- GLS: 19. Dezember, 12 Uhr
Preise und Versicherung
Am billigsten lassen sich Geschenke innerhalb Deutschlands mit der Deutschen Post / DHL verschicken. Der Versand für ein Päckchen kostet dort 3,90 Euro - allerdings nur, wenn man das Paket im Internet frankiert. Wer das Päckchen ganz klassisch zum Schalter bringt, zahlt 4,10 Euro. Doch Vorsicht: Bei DHL sind die Geschenke nicht versichert. Wer das Geschenk hingegen zum nächsten Hermes-Paketshop bringt, bekommt für 4 Euro zum Versand gleich eine Versicherung bis zu einem Wert von 50 Euro dazu. Ein Paket mit GLS zu verschicken ist mit knapp sechs Euro zwar etwas teurer, dafür ist das Paket allerdings bis 750 Euro versichert.
Die richtige Verpackung
Damit die Geschenke auf dem Weg zum Empfänger nicht kaputt gehen, sollten sie gut verpackt werden. Der Karton muss stabil sein. Elektronische Geräte lässt man also besser in der Originalpackung. Und: Zerbrechliche Gegenstände gehören nicht an die Außenwand des Paketes. Die Paketdienste nehmen nämlich keine Rücksicht auf den Inhalt der Sendung. Es hilft also auch nicht, wenn man "zerbrechlich" auf den Karton schreibt – alle Pakete werden automatisch abgefertigt. Damit der Inhalt beim Versand nicht verrutschen kann, sollte man die Hohlräume mit Zeitungspapier, Verpackungschips oder Luftpolsterfolie ausfüllen. Zum Verschließen des Pakets gilt: Besser Klebeband statt Paketschnur benutzen – die kann sich beim Versand nämlich schnell verheddern.
Geschenke ins Ausland verschicken
Wer seine Geschenke ins Ausland schicken möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Bei der Deutschen Post / DHL kostet es zum Beispiel 17 Euro, ein Paket bis 5 kg innerhalb der EU zu verschicken. Achtung: Der Versand auf kleine Inseln kostet extra – oder ist bei manchen Anbietern sogar komplett ausgeschlossen.
Wer sicher sein möchte, dass das Geschenk jetzt noch rechtzeitig beim Empfänger ankommt, sollte es nicht mit DHL verschicken. Dort ist die Garantiefrist für eine pünktliche Lieferungen ins Ausland bereits verstrichen. Bei Hermes und GLS kann man Geschenke, die ins europäische Ausland geschickt werden sollen, bis zum 14. Dezember aufgeben – die Anbieter versprechen, dass sie dann pünktlich unterm Weihnachtsbaum liegen. Bei UPS verstreicht diese Frist am 15. Dezember.
Unser Tipp: Bestellen Sie die Geschenke bei einem Onlinehändler im jeweiligen Land und lassen Sie das Paket direkt an den Empfänger schicken. Das spart teure Portokosten – und Sie gehen sicher, dass das Paket pünktlich ankommt.
Bei Schäden sofort reklamieren
Nicht immer gehen die Paketdienste sorgsam mit den Sendungen um, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Die Verbraucherschützer haben zehn Testpakete verschickt. Das Ergebnis: Vier kamen beschädigt beim Empfänger an. In diesem Fall gilt: Sofort reklamieren – unbedingt innerhalb einer Woche. Die Haftung für die Schäden liegt dann nämlich beim Paketdienst, den der Kunde beauftragt hat.
Keine Gefahrgüter verschicken
Nicht alle Gegenstände dürfen mit einem Paket verschickt werden. Parfums, Silvesterböller oder auch Erfrischungstücher gehören zum Beispiel zu den so genannten Gefahrgütern - sie haben in Paketen nichts zu suchen, so steht es jedenfalls in den Bedingungen der Paketdienste. Wenn der Paketinhalt ausläuft oder in die Luft geht und andere Sendungen beschädigt werden, müssen die Kunden für den gesamten Schaden aufkommen.
Allerdings: Die Kunden werden nur mangelhaft aufgeklärt, heißt es bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Geld ist zwar kein Gefahrgut – trotzdem gehört es nicht in ein Paket oder in einen Brief. Denn wenn die Sendung verloren geht, gibt es keinen Ersatz. Wertgegenstände wie Edelsteine oder Schmuck sollten Sie also besser nur über einen Paketdienst verschicken, der speziell darauf ausgerichtet ist.
Stand: 12.12.2012, 09.00 Uhr
Seite teilen
Über Soziale Medien