WDR 2 Servicezeit - Rad und Wandern in NRW: Ausflugstipps von Profis
Die Sommerferien sind lang. Gut, wenn man da nicht ständig in die Ferne schweift. Das wäre schade, denn NRW hat viele schöne Urlaubsziele für kürzere oder längere Ausflüge. Wir geben Tipps zum Wandern und Rad fahren.
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Beliebtes Ausflugsziel: Radfahrer und Spaziergänger am Kemnader See bei Bochum (Fotostrecke 1)
Urlaub vor der Haustür
Viele Familien fahren im Sommer in den Urlaub an den Strand. Doch wer sich erholen möchte, muss gar nicht weit weg. Auch in Nordrhein-Westfalen kann man eine Menge erleben. Besonders Radfahrer und Wanderer haben die Qual der Wahl. Allein das landesweite Radwegenetz, das alle Städte und Gemeinden mit einheitlichen Wegweisern verbindet, hat nach Angaben von Tourismus NRW eine Länge von 14.000 Kilometern. Hinzu kommen zahlreiche Wanderwege, die sich durchs Land ziehen – für Einsteiger, aber auch für richtige Wanderprofis.
Die Qual der Wahl
Das Wandern zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Das Problem: Es gibt so viele Wanderwege, dass man sich erst einmal für den richtigen entscheiden muss. Soll es eher ein gemütlicher Ausflug in die Natur werden oder eine mehrtägige Tour? Bei dieser Entscheidung hilft eine kostenlose Plattform im Internet, die von Tourismus NRW betrieben wird. Dort findet man zum Beispiel eine Liste mit den wichtigsten Wanderwegen im Land – inklusive Übernachtungsangebote. Außerdem kann man über die Seite auch Klettertouren oder geführte Wanderungen buchen. Wer eher einen schönen Wanderweg in der eigenen Region sucht, kann sich zum Beispiel an den örtlichen Alpenverein wenden. Dort bekommt man auch aktuelle Wanderkarten, die für eine sichere Wanderung unbedingt nötig sind.
Besser gemütlich wandern
Wandern ist gesund – wenn man es richtig macht. Viele ungeübte Wanderer sind aber zu ambitioniert und übertreiben es deshalb häufig. Wichtig ist vor allem, die Grenzen der eigenen Belastung zu kennen. Am Anfang sollte man deshalb erst einmal in einem ganz gemütlichen Tempo gehen. Nach etwa einer halben Stunde ist der Körper aufgewärmt und es kann im normalen Schritttempo weitergegangen werden. Wichtig: Wenn mehrere Leute in einer Gruppe wandern, gibt immer der Schwächste in der Gruppe das Tempo vor. Das gilt vor allem bei Wanderungen mit Kindern. Regelmäßige Ess- und Trinkpausen sind wichtig. Die Grundregel lautet: Kleine Trinkpausen sind jede Stunde nötig. Und größere Pausen sollte man nach Möglichkeit alle zwei Stunden einlegen.
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Wandern ist beliebt: Für eine entspannte Tour ist allerdings die richtige Ausrüstung wichtig (Fotostrecke 2)
Die passende Ausrüstung
Bei einer Wanderung dürfen zwei Dinge auf keinen Fall fehlen: die passenden Schuhe und die richtige Kleidung. Bei den Schuhen sollte man vor allem darauf achten, dass sie fest sitzen und man bequem laufen kann. Am besten trägt man richtige Wanderschuhe. Sie bieten den größtmöglichen Schutz vor Verletzungen. Beim Kauf von Socken sollte man auf gute Qualität achten. Spezielle Wandersocken sind an den Fersen und an den Fußsohlen verstärkt, damit der Fuß an den sensiblen Stellen nicht so sehr der Reibung ausgesetzt ist. Bei der Kleidung gilt, dass sie immer der Witterung angepasst sein sollte. Am besten geht man auf Nummer sicher und packt stets eine Regenjacke ein – schließlich ist es sehr unangenehm, wenn man mehrere Stunden mit feuchter Kleidung über die Felder wandert. Ideal sind übrigens Kleidungsstücke aus atmungsaktivem Material. Der Vorteil: Das Material leitet den Schweiß nach außen ab.
Ab aufs Rad
Fahrrad Clubs ADFC. Dort gibt es nicht nur Angebote für gemütliche Radfahrer, sondern auch für solche, die auf ihrer Tour gerne ein paar Steilpisten herunterfahren möchten. Bei der Planung der Radtour ist die Wahl der Etappen besonders wichtig, denn niemand sollte sich überfordern. Außerdem sollte man immer etwas Zeit für Überraschungen einplanen. Eine Radtour lebt schließlich davon, dass man an einer besonders schönen Stelle eine Pause einplanen kann. Außerdem: Wer flexibel ist, fährt entspannter und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen.
Fahrrad checken
Bevor es auf Radtour geht, sollte man unbedingt sein Fahrrad durchchecken – oder in die Werkstatt zur Inspektion geben. Wichtig: die Reifen dürfen nicht abgefahren sein, die Bremsen und das Licht müssen funktionieren und die Schaltung muss in Ordnung sein. Aller Vorsicht zum Trotz: In das Gepäck gehören immer die wichtigsten Werkzeuge. Sollte auf der Tour etwas kaputt gehen, kann man es selbst schnell reparieren. Oder zumindest so zusammenflicken, dass man es mit dem Fahrrad ohne Probleme bis zur nächsten Werkstatt schafft.
Motorisiert auf Radtour
E-Bikes und Pedelecs werden immer beliebter. Der Vorteil: Durch den Elektromotor können auch untrainierte oder ältere Radler ihre Fahrradtour ohne Einschränkung genießen. Die Tourismusbranche hat längst auf diesen Trend reagiert und Angebote für E-Bikes und Pedelecs ausgearbeitet. So gibt es zum Beispiel Radtouren durch die Eifel, das Sauerland oder den Teutoburger Wald. Entlang dieser Routen gibt es diverse Hotels und Gasthöfe, in denen man nicht nur eine Rast machen, sondern gleich auch das Rad aufladen kann. Übrigens: Wer kein eigenes E-Bike besitzt, kann sich für die Dauer der Radtour eins ausleihen.
Stand: 10.07.2012, 16.58 Uhr
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