WDR 2 Sonntagsfragen - Großbürgertum: Gebildete Welt
"Fidi, komm herunter, wir wollen uns gebildet unterhalten!", hörte Fides Krause-Brewer oft von ihrem Großvater. Über die Welt des Großbürgertums spricht die Grande Dame des Wirtschaftsjournalismus in den WDR 2 Sonntagsfragen.
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Fides Krause-Brewer 1976 bei einer Konferenz in Bonn (Fotostrecke 1)
Es ist 50 Jahre her, dass Fides Krause-Brewer vom ZDF zur Korrespondentin für Wirtschafts- und Sozialpolitik berufen wurde, aber vielen Zuschauern ist die Grande Dame des Wirtschaftsjournalismus noch gegenwärtig.
Fides Krause-Brewer steht aber nicht nur für guten Journalismus, sondern auch für die untergegangene Welt des Großbürgertums. 1919 geboren, wuchs sie in der Villa ihrer Großeltern im Berliner Grunewald auf, inmitten von 36 Zimmern, einem parkähnlichen Garten und - wie zur Jahrhundertwende üblich - umsorgt von Dienstboten, die stets zur Stelle waren.

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Gemälde des Politikers Bernhard Dernburg (1865-1937), Großvater von Fides Krause-Brewer
"Mein Großvater Bernhard Dernburg, Bankier und Vizekanzler in der Weimarer Republik, wurde für mich zur eindrucksvollsten und prägendsten Persönlichkeit meines Lebens", erzählt die 92jährige und erinnert sich gerne an die Gespräche mit dem Großvater. Die begannen für gewöhnlich mit dem Ruf ins oberste Stockwerk: "Fidi, komm herunter, wir wollen uns gebildet unterhalten!"
Die Villa ist längst verkauft, die Dienstboten sind nur noch eine Erinnerung, und von der Großbürgerwelt ist ihr vor allem die Liebe zur Kultur geblieben: In Bonn wurde die Journalistin Gründungsmitglied der "Bürger für Beethoven".
Buchtipp:
Fides Krause-Brewer
Journalistin ist man immer
Verlag: Nicolai
ISBN: 3894796655
24,95 EUR
Stand: 23.01.2012, 12.00 Uhr
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